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14.06.2017

«Dressurreiten sieht einfacher aus, als es ist»

Vom 23. bis 25. Juni zeigen Zentralschweizer Dressurreiter ihr Können in Lostorf. Auch Mitglieder des Turnierorganisators KRV Olten-Gösgen nehmen daran teil, wie im letzten Jahr OK-Präsidentin Karin Birrer mit Ricci’s Girl M CH. (Bild:  Alexandra von Arx)«Unfaire Trainingsmethoden sind im Regionalsport nicht verbreitet», so Silvia Belser, OK-Vizepräsidentin Dressurtage Lostorf.

Vom 23. bis 25. Juni zeigen Zentralschweizer Dressurreiter ihr Können in Lostorf. Auch Mitglieder des Turnierorganisators KRV Olten-Gösgen nehmen daran teil, wie im letzten Jahr OK-Präsidentin Karin Birrer mit Ricci’s Girl M CH. (Bild: Alexandra von Arx)

«Unfaire Trainingsmethoden sind im Regionalsport nicht verbreitet», so Silvia Belser, OK-Vizepräsidentin Dressurtage Lostorf.

Dressurtage Lostorf Vom 23. bis 25. Juni verwandelt sich die Region Olten erneut in einen Hotspot für Dressurreiter aus der ganzen Zentralschweiz. OK-Vizepräsidentin Silvia Belser erklärt, was am Grossevent für Pferdeliebhaber geboten wird.

Viviane Weber

Aus allen möglichen Regionen der Schweiz reisen Reiter Jahr für Jahr nach Lostorf, um das Können ihres Vierbeiners mit der nationalen Konkurrenz zu messen und die eine oder andere Plakette einzuheimsen. Die Rede ist von den Dressurtagen des KRV Olten-Gösgen, die in diesem Sommer vom Freitag, 23. bis Sonntag, 25. Juni über den Reitplatz gehen. Ein riesiger Aufwand für den knapp hundertköpfigen Verein - doch einer, der sich lohnt. «Der regionale Reitsport kann nur dank den vielen Vereinen bestehen, welche jedes Wochenende mit freiwilligen Helfern Veranstaltungen organisieren», erklärt Silvia Belser, die als OK-Vizepräsidentin fungiert.

Jungpferdeprüfungen als erster Test

Am dreitägigen Event stehen von unerfahrenen Jungpferden bis zu gestandenen Dressurpaaren unterschiedlichste Niveaukategorien des Regionalpferdesports im Einsatz. «Am Freitag führen wir die Prüfungen der vier- bis fünfjährigen Jungpferde durch. Für viele Reiterpaare wird sie einer der ersten gemeinsamen Wettbewerbe sein», so Belser. Erfahrungen sammeln stehe dabei im Vordergrund. Bereits ein Tag zuvor ist das Dressurviereck zum Üben verfügbar. «Für viele Jungpferde ist es wichtig, das unbekannte Umfeld vor dem Wettkampf kennenzulernen und so Sicherheit zu gewinnen.»

Das Pferd langfristig aufbauen

Gestartet wird mit der Ausbildung meist im Alter von zirka drei Pferdejahren. Überfordern sollten die Trainer und Reiter ihre Tiere dabei jedoch nicht. «Pferde sind bis zum sechsten Jahr noch nicht komplett ausgewachsen. Wenn der Reiter sein Vierbeiner vor Erreichen dieses Alters zu sehr fordert, kann es zu Überlastungen kommen», erklärt Silvia Belser vom Fahr- und Pensionsstall «Engeliguet» in Stüsslingen (SO), welche nebst Dressur-, auch Springreiten und Fahrsport betreibt. Das Ziel der meisten Regionalsportler sei, ihr Tier langfristig aufzubauen und mit diesem über Jahre hinweg zusammen zu arbeiten. Eine freundschaftliche Partnerschaft steht hier im Vordergrund. Unfaire Trainingsmethoden, die teilweise mit Pferdesport in Verbindung gesetzt werden, sind im Regionalsport deshalb nicht verbreitet. Auch in der Profiszene würden die Kontrollen verstärkt und solche Methoden nicht toleriert. «In regionalen Turnieren werden Preisgelder von wenigen hundert Franken vergeben. Ums Geld geht es somit keinem dieser Reiter. Hier stehen vielmehr die Freude am Sport und der Antrieb, sich mit seinem Pferd zu verbessern, im Vordergrund.»

Möglichst wenig Hilfestellungen

Nach den Jungtieren stehen am Samstag, 24. und Sonntag, 25. Juni erfahrenere Dressurpaare im Einsatz. Bei den Zentralschweizerischen Kavallerie- und Pferdesportverband (ZKV)-Championat-Prüfungen geht es für die Teilnehmer um wichtige Qualifikationspunkte für das Berner ZKV-Finale vom 7. bis 8. Oktober. Je höher dabei die Leistungsstufe, desto weniger scheint der Reiter auf sein Pferd einzuwirken. Zeitweise kommt beim Laien gar der Eindruck auf, das Pferd tänzle ganz von selbst über den Platz. «Genau das ist das Ziel», so Belser lächelnd und fährt fort: «Geübte Dressurreiter können mit feinen, fast unsichtbaren Hilfeleistungen ihr Pferd führen.»

Attraktive Kür-Darbietungen

Nebst den allgemeinen Prüfungen lohnen sich vor allem auch die Kür-Darbietungen am Samstag- abend für die Besucher. «Die Reiter haben für ihre Kür eine Choreografie zu passender Musik einstudiert. Ein Highlight der Dressurtage», verspricht Silvia Belser. Wer also Dressurreiten nur vom Fernseher kennt und schon längst einmal live vor Ort erleben will, hat am nächsten Wochenende auf der Hengststation Senn in Lostorf die Möglichkeit dazu.

Hengststation Senn
Buerstrasse 7, Lostorf
Fr, 23. Juni, ab 8 Uhr
Sa, 24. Juni, ab 7 Uhr
So, 25. Juni, ab 7 Uhr

www.krvolten-goesgen.ch

 

 

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