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21.06.2017

OltenAir überzeugt mit grosser Musikvielfalt

Ein Teil des OltenAir-OK’s am Ort des Geschehens: (hinten v.l.) Christoph Birrer, Nils Loeffel, Alain Hurni, David Spring und Daniel Kissling. (vorne v.l.) Nina Wüthrich, Fabienne Hurni und Stephanie Huber. (Bild: Sarah Wimmer)

Ein Teil des OltenAir-OK’s am Ort des Geschehens: (hinten v.l.) Christoph Birrer, Nils Loeffel, Alain Hurni, David Spring und Daniel Kissling. (vorne v.l.) Nina Wüthrich, Fabienne Hurni und Stephanie Huber. (Bild: Sarah Wimmer)

OltenAir 2017 Erstmals findet vom Freitag, 4. bis Samstag, 5. August ein Openair in der Oltner Schützi statt. Dabei kommen neben Hip Hop- und Reggae-Liebhabern, auch Freunde von Rock-Klängen auf ihre Kosten. Vor kurzem wurden die letzten Bands bestätigt.

Mirjam Meier

Den Wunsch, ein Openair in Olten durchzuführen, hegten unterschiedlichen Personen bereits längere Zeit. Dies zeigte sich auch darin, dass die Domain OltenAir.ch bereits vergeben war und zurückgekauft werden musste. Nachdem das Sommerkafi, unter der Leitung des Jugendkultur- hauses Provisorium 8, im letzten Jahr nicht mehr durchgeführt wurde, diskutierten im vergangenen Herbst die involvierten Organisationen, wie es mit dem Anlass weitergehen soll. «Da sich die Jugendorganisationen zurückzogen und wir uns eingestehen mussten, dass wir älter geworden sind, und deshalb kein Jugendfestival organisieren sollten, beschlossen wir, die lang gehegte Idee eines Openairs umzusetzen», erklärt Daniel Kissling, Coq d’Or-Geschäftsführer und OK-Mitglied. Bestärkt in ihrem Vorhaben wurde die Gruppe durch die letzte Durchführung des regionalen FeelGood Festivals im vergangenen Jahr.

Finanzielle Herausforderung

Dieser Entschluss stellte den bunt zusammengewürfelten Haufen jedoch auch vor neue Heraus- forderungen. Event-Erfahrung brachten die meisten mit, aber ein Anlass in dieser Grösse auf die Beine zu stellen, bedeutete für alle Beteiligten Neuland. Die Gruppe musste komplett neu starten, was sie mit der Gründung des Trägervereins Openair Olten tat. Dem elfköpfigen OK steht Fabienne Hurni als Präsidentin vor. «Es war nicht von Anfang an klar, ob sich bereits für das Jahr 2017 genug Sponsoren finden lassen oder ob wir ein Jahr länger benötigen. Deshalb wurden im Herbst die Ressorts verteilt und Ziele für den Januar gefasst, die erfreulicherweise erreicht wurden», zeigt Kissling auf und betont: «Ohne Partner wie Tom Würsch, der sich für die Technik verantwortlich zeigt und unbezahlbares Know-how einbringt, wäre das Festival nicht zu realisieren. Vom Kanton erhalten wir zudem eine Defizitgarantie und von verschiedenen Stiftungen und Firmen finanzielle Unterstützung. Ebenso wichtig ist die Zusammenarbeit mit der Schützi, welche die Infrastruktur zur Verfügung stellt.»

Vier verschiedene Musiksparten

Das rockige Programm von Freitag wurde vom Coq d’Or-Team zusammengestellt, während sich für die Acts am Samstag Samuel Rudolf von Rohr von der Paraiba Bar verantwortlich zeigt. «In erster Linie ist das OltenAir ein Fest für Olten, soll aber mit einigen bekannten Acts auch Auswärtige in die Eisenbahnerstadt holen.» Dies könnte mit Namen wie «Manillio», der nicht nur Hip Hop-Kennern ein Begriff sein dürfte, aber auch dem Berner Urgestein-Rapper «Baze» sowie dem deutschen Reggae- und Dancehall-Musiker Trettmann durchaus gelingen. Für Lokalkolorit am Samstag sorgen die Oltner Musiker Collie Herb, Simon Spiess und Elian Zeitel mit einem einzigartigen, jammigen Auftritt sowie der Wangener Rapper «Scube». Ausklingen wird der Abend mit dem Reggae-DJ Flink. Aber auch der Auftakt am Freitag verspricht mit der Berner Indie-Pop Band «Jeans for Jesus» oder mit der deutschen instrumental Stoner Rock-Band «My Sleeping Karma» einige grosse Namen. «One Sentence. Supervisor» holten sich im vergangenen Jahr die Auszeichnung «Album of the Year 2016» des Verbandes IndieSuisse und die Luzerner Band «Alois» setzt mit Gitarrist Martin Schenker (Magic River Band / The Years Between) auf Oltner Beteiligung. Neu bestätigt wurde zudem «Saint Tangerine Convention», die neben ihrem Sound auch mit ihren Instrumenten und Outfits vollumfänglich auf die 1960er-Jahre setzen. Ausklingen wird der Freitag mit der Aftershow-Party von Moritz Gourmet & Animalicious.

Konkurrenz ist gross

Beim Booking nicht zu unterschätzen sei die grosse Openair-Dichte in der Schweiz. «Als kleines Openair können wir einerseits nicht dieselben Gagen wie die Grossen bezahlen und andererseits werden die Musiker teilweise mit Knebelverträgen für exklusive Auftritte verpflichtet», erzählt Kissling. Mit einem Budget von rund 70’000 Franken muss haushälterisch umgegangen werden. «Wir arbeiten alle ehrenamtlich und sind auf Helferinnen und Helfer angewiesen. Interessierte können sich gerne melden. Zudem möchten wir, dass das Festival, an welchem 12 Acts gezeigt werden, mit einem Tages-Pass von 30 und einem Zweitages-Pass von 50 Franken auch für jüngere Besucher erschwinglich bleibt», betont das OK-Mitglied. Die Musiker am OltenAir werden abwechselnd auf einer Aussen- und der Bühne im Inneren der Schützi auftreten. «Da die Sonderbewilligung leider nur bis um 23 Uhr erteilt wurde, wird das Programm ab diesem Zeitpunkt bis um 4 Uhr morgens drinnen stattfinden.» Selbstverständlich geht es an einem Festival aber nicht nur um Musik. An mehreren Essensständen mit Grill, Pasta und gefüllten Kartoffeln (Kumpir) sorgen regionale Vereine für das leibliche Wohl. Ob es ein weiteres OltenAir im nächsten Jahr geben wird, könne man erst nach der Durchführung mit Bestimmtheit sagen, aber Visionen für eine dritte Bühne und zusätzlichen Platz seien vorhanden. «Das OltenAir ist ein weiteres Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Institutionen zusammenarbeiten», betont Daniel Kissling.

Infos und Tickets unter:
www.oltenair.ch

 

 

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