Stadt
08.08.2018

Den «Wow-Effekt» als Ziel

Die diesjährige Oltner Kilbi, die morgen beginnt und traditionell während vier Tagen stattfindet wird wieder mit allerlei Neuheiten aufwarten. (Bild: Nhuc Khoan Chang)

Die diesjährige Oltner Kilbi, die morgen beginnt und traditionell während vier Tagen stattfindet wird wieder mit allerlei Neuheiten aufwarten. (Bild: Nhuc Khoan Chang)

Oltner Kilbi Morgen beginnt in Olten die Kilbi mit neuen Bahnen, zwei mobilen Fahr- zeugsperren, einer guten Portion Tradition und Hochseilartist Freddy Nock, der in luftigen Höhen für Nervenkitzel sorgen wird.

Mirjam Meier

Auf das fragende «Gäng, wie gäng?» schüttelt Kilbi-Chef Christoph Koch lächelnd den Kopf. Bereits zum dritten Mal zeigt sich der Bereichsleiter Gewerbe im Alleingang für die Durchführung der Kilbi verantwortlich. Er legt dabei grossen Wert darauf, sowohl der Tradition ein Plätzchen einzuräumen, als auch die Spannung mit Neuheiten hochzuhalten.

Beengende Platzverhältnisse

56 Bahnen, 35 Marktstände und 44 Bars und Beizen sollen auch in diesem Jahr vom Freitag,
10. August bis Montag, 13. August für ein unvergessliches Kilbi-Gefühl sorgen. «Die ver- schiedenen Bauinstallationsplätze in der Stadt machten die Planung mit ohnehin schon beengten Verhältnissen nicht gerade einfacher», erzählt Koch. Zudem haben die Buchhandlung Schreiber, der «ässpunkt Food Court Olten» und die Confiserie Brändli erstmals eigene Plätze an der Kilbi beantragt. «Mit einigem Umstellen und einem verkleinerten Terminus-Zeltstand war es jedoch möglich, für alle eine Lösung zu finden», so Koch. Wegen dieser Ausgangslage hat es der Kilbi-Chef denn auch unterlassen, die im vergangenen Jahr angekündigten Veränderungen auf dem Munzingerplatz, beim Angebot für die Kleinen, vorzunehmen. «Ein Bauinstallationsplatz wird geräumt, damit der Autoscooter platziert werden kann. Ein neues Angebot für Kinder, den «Waterball» wird es dennoch geben», so Koch. Bei den Vereinen ersetzt erstmals der FC Fortuna den EHC Olten und in der Schützi ist die Höckeler Zunft zu Olten nur noch mit dem Chnobliwagen präsent, da der restliche Platz, auf dem bisher der Bierwagen stand, anderweitig genutzt werden musste. Absagen müssten gemäss dem Kilbi-Chef jedes Jahr erteilt werden. Das sei nicht immer einfach, aber in erster Linie organisiere er ja die Kilbi nicht für die Schausteller, sondern für die Kilbi-Besucher, betont Koch.

Kilbi der Superlativen

Am grössten und verrücktesten - das sind Superlativen, die im Bezug auf die Vergnügungsbahnen wohl in diesem Jahr zutreffen dürften. «Mir ist es wichtig, dass immer wieder spannende Neu- heiten in Olten zu sehen sind», betont der Bereichsleiter Gewerbe. Dabei müsse man auch mal etwas ausprobieren. «Der Lasertunnel beispielsweise vom letzten Jahr hat sich nicht bewährt. Deshalb wird Egon Bolliger in diesem Jahr mit dem «Schiesswagen 007» vor Ort sein.» Ebenfalls neu gibt es in Olten einen selbst gebauten «Paintball-Wagen» von Vernon Bakker und die käfigartige «Round Up» von Peter Righini. Zudem konnte Koch die seit längerer Zeit anvisierte
28 Meter lange Geisterbahn «Spuk» an Stelle der Geistervilla gewinnen. Mit der «Coco Bongo» - einem Laufhaus über drei Stöcke - präsentiert sich neu eine Bahn der etwas anderen Art in der Schützi. Traditionell darf aber auch die «Insider» von Eugen Zanolla nicht fehlen. Daneben sorgt der Thurgauer Schausteller H.P. Maier nach dem «Spin Tower» vom vergangenen Jahr erneut für Spektakel mit seiner «Chaos Pendel», die es in Olten zum ersten Mal zu erleben gibt und in Deutschland zur verrücktesten Bahn erklärt worden ist. Für Erfrischung dürfte bei den hiesigen heissen Temperaturen die Wildwasserbahn «Pirateninsel» von Andreas Bauer sorgen, die ihre Jungfernfahrt bestreitet. Aufgrund dieser beiden Premieren in Olten hat sich Schausteller Michael Bauer etwas Spezielles überlegt. Traditionell tauft Kilbi-Pfarrer Adrian Bolzern die Bahn am Freitag, 10. August um 10 Uhr. Daneben wird der Hochseilakrobat Freddy Nock Nervenstärke zeigen und den Weg zwischen dem «Chaos Pendel» und der «Pirateninsel» auf dem Seil in luftiger Höhe zurücklegen. Am Sonntag, 12. August um 10 Uhr findet schliesslich der traditionelle Kilbi-Sonntagsgottesdienst bei Maja Hauri auf dem Autoscooter statt.

165’000 Besucher

Neben einigen Änderungen im Vergnügungsbereich wird es auch im praktischen Sinn ein paar Ergänzungen geben. Erstmals gibt es an der Oltner Kilbi beim Gryffe und in der Schützi eine Behindertentoilette. Zudem wurde im Bereich der Sicherheit aufgerüstet. «Beim Schützenmattweg und beim Hausmattrain wird je eine «Mobile Fahrzeugsperre der Consel Group AG errichtet. Erstmals werden in Olten solche Anlagen montiert, die aufgrund ihres Gewichtes mit dem Sattelschlepper angeliefert und mit dem Hubstapler platziert werden müssen. Ausserdem wird auch eine Schulung für die Blaulichtorganisationen nötig», zeigt Koch auf und fügt an: «Wenn ein 40-Tonnen-Laster mit 50 km/h in die Fahrzeugsperre fährt, stoppt dieser nach rund 30 Metern.»
Im Weiteren führt die Firma «Swiss Traffic» in der Mühlegasse zum zweiten Mal eine Personen- zählung mittels Videoaufnahmen durch. Da es nicht darum geht Personen zu erkennen, hat die Kamera eine extrem schlechte Pixelauflösung, weshalb keine Gesichtserkennung stattfinden kann. Zusätzlich registriert eine «Wireless-Bluetooth-Anlage» jede Person, die Wireless eingeschaltet hat. Im Vergangenen Jahr wurden während den vier Kilbi-Tagen 165’000 Besucher mit einer Toleranz von 7% gemessen. Weitaus mehr als einst vermutet. «Es wäre toll, wenn wir die 180’000 Personen-Grenze knacken könnten, meint Koch und fügt lachend an: «Die 50 Franken an Petrus habe ich ihm bereits überwiesen.»


Kilbi in Olten

Freitag, 10. August, 18 bis 00.30 Uhr
10 Uhr: Bahntaufe durch Kilbi-Pfarrer Adrian Bolzern und Hochseilakt von Freddy Nock
Samstag, 11. August, 14 bis 2 Uhr
Sonntag, 12. August, 11 bis 00.30 Uhr
10 Uhr: Kilbi-Gottsdienst auf dem Autoscooter
Montag, 13. August, 11 bis 23 Uhr

www.olten.ch

 

 

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