12.10.2017

Tagesausflug mit Besuch im Bundeshaus

Die Vereinigung der Schützenveteranen Olten-Gösgen unternahmen einen Tagesausflug in «politischer Mission». (Bild: ZVG)

Die Vereinigung der Schützenveteranen Olten-Gösgen unternahmen einen Tagesausflug in «politischer Mission». (Bild: ZVG)

Vereinigung der Schützenveteranen Olten-Gösgen (VSVOG)

Politik ist nicht jedermanns Sache. Trotzdem konnten die Schützenveteranen ihren Ausflug am
21. September mit 68 Veteraninnen und Veteranen, teils mit Anhang, durchführen. Auf der halben Strecke bis Bern war es recht neblig, auf dem Grauholz zeigte sich aber das schöne Alpen- panorama. Rechtzeitig trafen die Mitglieder im Bundeshaus ein. Die strenge Eintrittskontrolle dauerte rund eine halbe Stunde. Als Erstes konnten die Schützenveteranen im schönen Ständeratssaal die Debatte betreffend der Hornkuh-Initiative von der Zuschauer- tribüne aus verfolgen. Der Ständeratssaal beeindruckte die Mitglieder mit seiner schönen Kassettendecke, dem imposanten 1.5 t schweren Kronleuchter sowie dem Fresko-Wandbild «die Landsgemeinde». Der Ratsbetrieb im Ständeratssaal verlief sehr geordnet. Wenn ein Ratsmitglied sprach, hörten die andern zu. Ein Grossteil der Ständeräte war auch anwesend. Bei jeder Debatte des Ständerates nimmt ein Bundesrat teil, diesmal war es Bundesrat Schneider-Ammann. Zweite Station war auf der Zuschauertribüne des Nationalratssaals. Es wurde über die Sicherheitspolitik der Schweiz debattiert. Hier zeigte sich ein anderes Bild: Viele Ratssessel waren leer. Einige lasen eine Zeitung, andere arbeiteten an ihrem Laptop. Man hatte den Eindruck, dass nur wenige die laufende Debatte verfolgen. Anschliessend wurde die Gruppe von Ständerat Pirmin Bischof in einem Kommissionszimmer begrüsst. Er informierte die Anwesenden detailliert über den Ratsbetrieb in den beiden Kammern und die Gepflogenheiten. Im Ständerat gibt es im Unterschied zum Nationalrat keine Übersetzung der Voten in eine andere Landessprache. Klar geregelt sind auch die Redezeiten. Ein Nationalrat hat während einer Session verschiedene andere Verpflichtungen. Er nimmt an Fraktions-Sitzungen teil, stellt sich den Fragen der Medien, schreibt das nächste Votum oder einen Antrag und kümmert sich um Besuchergruppen oder erledigt die Post. In der Nationalratsdebatte geht es nicht nur darum, seine Ratskolleginnen und -kollegen zu überzeugen, welche die Geschäfte und Positionen bereits kennen, sondern auch darum, Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit zu schaffen. Die Arbeit in den Kommissionen macht einen Grossteil des Parlamentsbetriebes aus und nicht die Debatten im Ratssaal. Je nach Kommission sind das neben den 55 Sessionstagen für einen Ständerat 40 bis 70, für einen Nationalrat 30 bis 50 Sitzungstage. Am Schluss der Präsentation beantwortete Pirmin Bischof noch Fragen derAnwesenden. Ehrenpräsident Pius Kyburz dankte dem Ständerat herzlich für die interessanten Informationen. Die zweite Gruppe wurde durch Nationalrat Kurt Fluri über den Ratsbetrieb informiert, auch ihm dankten die Schützenveteranen herzlich. Zum Schluss gab es eine Führung in die Kuppelhalle. Die Bauarbeiten für das Bundeshaus begannen 1852 und dauerten rund 50 Jahre. Im Süden der Halle stehen die Statuen der drei Gründerväter der Schweiz. Jede wiegt 8 t. In der Mitte der Halle stehen vier bronzene Statuen, jede für eine Landessprache. Der Architekt achtete darauf, dass aus möglichst allen Kantonen Materialien verbaut wurden. Am 1902 eingeweihten Bundeshaus arbeiteten 153 Künstler. Nach so viel Informationen konnten die Schützenveteranen erst um 12.15 Uhr zur Weiterfahrt einsteigen. Nächstes Ziel war das Mittagessen im Restaurant «Rothorn» in Sigriswil-Schwanden über dem Thunersee. Um 16 Uhr trat die Gruppe die Heimreise an. Der Chauffeur wählte die Route durch das Emmental, vorbei an vielen schön geschmückten Bauernhäusern. Die Mitglieder danken den Organisatoren Pius Kyburz und Walter Möri herzlich. ZVG

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