01.12.2011

Oltner Maturand widerlegt Forschungsergebnis

Silas Kieser möchte Wissenschaftler werden, weil im die Zukunft der Welt am Herzen liegt. (Bild: jpi)

Silas Kieser möchte Wissenschaftler werden, weil im die Zukunft der Welt am Herzen liegt. (Bild: jpi)

Auszeichnung Der Trimbacher Silas Kieser feiert mit seiner Maturarbeit grossen Erfolg. Bundesrat Didier Burkhalter gratulierte ihm vorletzten Dienstag persönlich. Das Ergebnis seiner Arbeit ist negativ, sonst hätte ihm auch Barack Obama die Hand geschüttelt.

Von: Jennifer pfister

Man stelle sich vor, mein Experiment hätte funktioniert: Die Hungerprobleme der Welt wären gelöst», so der ehemalige Kantonsschüler Silas Kieser. Ihm war klar, dass dieses Problem, an dem unzählige Forschungsgruppen arbeiten, nicht im Rahmen einer gymnasialen Maturarbeit gelöst werden kann. Ein Forscherherz verwirft aber seine Ideen nicht, sondern ergründet sie wissenschaftlich.

Buchzentrum sei Dank

Silas Kieser arbeitete während der Schulferien im Buchzentrum in Hägendorf, um sein Taschengeld aufzustocken. «Als ich durch die Gänge, die von Bücherregalen gezäumt waren, schlenderte, stiess mir das Buch ‹Der Uhrzeitcode› von Luc Bürgin ins Auge«, erzählt der Trimbacher. Luc Burgin schrieb von den Wissenschaftlern Dr. Guido Ebner und Heinz Schürch, die entdeckten, dass Pflanzen, die sich zwischen zwei elektorstatisch geladenen Metallplatten befinden, schneller wachsen. «Ich erzählte meinem Biologie-Lehrer, Beat Stenz, von der These. Er sagte mir, dass diese Behauptung nicht stimmen könne», erinnert sich Kieser zurück. «Ich wollte es nicht glauben. Im Buch sind detaillierte Versuchsbeschriebe enthalten. Ich dachte, dies muss doch funktionieren», erzählt der Biotechnologie-Student weiter. Da er damals sowieso bald ein Thema für die Maturarbeit brauchte und die Ausrüstung für eine Reproduktion vorhanden war, entschloss sich Kieser, das Experiment in diesem Rahmen zu wiederholen.

Experiment erfolgreich gescheitert

Der damalige Kantonsschüler rüstete sich mit Kultivierschalen, verschiedenen Weizensorten, Hochspannungsgeneratoren und Magnetfeldern aus und startete sein Experiment im Sommer 2009. Seine Vorgehensweise beschreibt er in seiner Arbeit wie folgt: «Im Rahmen meiner Arbeit prüfte ich, ob die Elektrostatische-Feld-Versuche reproduzierbar sind: Treten bei Weizen, wenn er während der Keimung mit einem E-Feld behandelt wird, die E-Feld-Effekte auf? Die Keimrate, die Spross- und die Wurzellänge der E-Feldprobe wurden dafür mit einer unbehandelten Referenzprobe verglichen, die ohne E-Feld aber sonst unter denselben Bedingungen keimte.» Kieser forschte, belegte seine Beobachtungen, erhob Daten und bereitete diese seriös auf, bis im Dezember Schnee fiel. Das Interview mit Daniel Ebner, dem Sohn des einen Wissenschaftlers, der die These bestätigt glaubte, sei motivierend gewesen, doch leider haben die weiteren Tests die These falsifiziert. «Mein Biologielehrer hatte also von Anfang an recht», so Kieser. Dies war für den Studenten sehr enttäuschend, aber letztlich doch ein Hauptgewinn.

Nationaler Wettbewerb SJF

«Ich erinnerte mich, dass die Stiftung Schweizer Jugend forscht (SJF) einen nationalen Wettbewerb lanciert», erzählt Kieser. Der Nationale Wettbewerb ist das Kernstück der schweizerischen wissenschaftlichen Nachwuchsförderung. Seit über 40 Jahren können Jugendliche aus der ganzen Schweiz jeden Sommer wissenschaftliche Arbeiten bei der Stiftung Schweizer Jugend forscht einreichen. «Am Besten reicht man die Maturarbeit ein, wenn sie noch nicht fertig ist. Man bekommt von Experten viele konkrete Änderungsvorschläge und Ratschläge. Danach ist eine gute Note vorprogrammiert», so Kieser, der findet, dass die Kantonsschule den Wettbewerb aktiver bewerben sollte. Kieser reichte seine Arbeit erst nach der Notenvergabe ein, doch er schrieb trotzdem eine der besten Arbeiten mit der Note 5.5.

Preise, die eine Zukunft ermöglichen

In diesem Jahr nahmen rund 100 Jugendliche am nationalen Wettbewerb teil. Der Trimbacher schaffte es unter die 22 Besten. Schweizer Jugend forscht ermöglichte diesen Preisträgern vorletzten Dienstag einen
Besuch beim Bundesrat Didier Burkhalter: «Er war sehr sympathisch und appellierte: Hört niemals auf zu träumen», erzählt Kieser, der im Rahmen des Wettbewerbs auch Johann Schneider-Ammann kennenlernte,
jedoch nicht im persönlichen
Gespräch. Gewonnen hat der Trimbacher einiges: Das Preisgeld betrug 1000 Franken, zudem darf er im Labor, in welchem Dr. Guido Ebner und Heinz Schürch geforscht haben, ein Praktikum absolvieren. Silas Kieser sorgte mit seiner gymnasialen Maturarbeit in Forschungskreisen für Beachtung: Auf der ScienceComm Wissenschaftskonferenz in Biel hielt der Trimbacher eine Rede und die wissenschaftliche Fachzeitschrift «Junge Wissenschaft» fragte ihn, ob sie seinen Aufsatz publizieren dürften.

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