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22.09.2021

Für den Umweltschutz im Einsatz

Eine grosse Passion von Lea Bégue ist das Klettern. (Bild: ZVG)

Eine grosse Passion von Lea Bégue ist das Klettern. (Bild: ZVG)

Im Gespräch Gerade einmal zwanzig Jahre alt ist die junge Frau aus Wangen bei Olten. Allerdings hat Lea Bégue bereits so einiges in der Partei der Jungen Grünen Region Olten geleistet. Auch in Zukunft möchte sie sich für den Umweltschutz einsetzen.

Von: Tamara Bindt

Es ist ein regnerischer Morgen auf der Terrasse eines Cafés in der Oltner Innenstadt. Lea Bégue wärmt ihre Hände gerade an einer Tasse Kräutertee. Sie scheint eine ruhige und zurückhaltende junge Frau zu sein. Dieser erste Eindruck täuscht allerdings. Die Zwanzigjährige ist nebst ihrer Ausbildung zur Pflegefachfrau HF in der Politik und auch in ihrer Freizeit sehr aktiv.

Das alles hat vor etwa drei Jahren an der Fachmittelschule in Olten begonnen. Dort wurde sie angefragt, ob sie mithelfen wolle, ein Organisationskomitee für die Regionalgruppe «Klimastreik Olten» zu gründen. Da sich Lea Bégue schon seit einiger Zeit dafür interessiert, sich für den Umweltschutz einzusetzen, hat sie nicht lange gezögert.

Ihre Ambitionen, etwas zugunsten der Natur verändern zu können, wurden schon in ihren jungen Jahren geweckt. «Mit zwölf Jahren habe ich mich dazu entschlossen, mich vegetarisch zu ernähren. Ich wollte damals der Umwelt und den Tieren zuliebe kein Fleisch mehr zu mir nehmen. Seit einem Jahr verzichte ich komplett auf tierische Produkte und esse vegan. Das funktioniert sehr gut», erklärt die angehende Pflegefachfrau.

Nachdem Lea Bégue durch den Klimastreik Olten aktiv geworden war, wurde ihr klar, dass ihr das Streiken allein nicht genügt. «Der Klimastreik rüttelt die Menschen wach. Aber ich wollte auch konkret etwas bewirken können», erinnert sich Bégue. Da sie durch den Klimastreik viele Gleichgesinnte kennenlernte, gründeten sie gemeinsam die Partei «Junge Grüne Region Olten». Dort ist sie seither als Co-Präsidentin aktiv. Durch dieses Amt möchte die Wangnerin die Klimapolitik vorantreiben. Es ist ihr wichtig, sich für dieses Thema einsetzen zu können.

Auch abseits ihrer ehrenamtlichen Tätigkeiten ist Lea Bégue gerne mit der Natur verbunden. «Ich schwimme sehr gerne und war auch eine Zeit lang aktiv bei den Rettungsschwimmern in Olten tätig. Zudem gehe ich regelmässig klettern», zählt sie begeistert auf. Letzteres begleitet sie schon seit Kindesalter. Bereits als kleines Mädchen ist sie ins Kinderbergsteigen gegangen. Am liebsten erklimmt sie Felswände draussen an der frischen Luft, bei Schlechtwetter tun es aber auch die Kletterhallen in Olten und Lenzburg. «Die Kletterhalle in Lenzburg ist gross und abwechslungsreich, die gefällt mir sehr», schwärmt Bégue.

Beruflich ist die aktive Frau ebenso ehrgeizig und zielstrebig dabei wie bei ihrem Ehrenamt. Momentan befindet sie sich im dritten Semester der Höheren Fachschule zur Pflegefachfrau in Olten. Als sie nach der Fachmittelschule ein Praktikum als Pflegerin im Paraplegiker-Zentrum in Nottwil absolvierte, war für Lea Bégue schnell klar gewesen, dass sie diese Ausbildung in Angriff nehmen möchte. «Ich wusste, dass ich gerne mit Menschen arbeiten möchte. Das Praktikum in der Pflege hat mir daraufhin so gut gefallen, dass ich mich dafür entschieden habe.»

Zukünftig wird Bégue noch so einige Ziele ins Auge fassen. «Ich möchte auf jeden Fall noch meine Englischkenntnisse verbessern und reisen. Aber nicht mit dem Flugzeug, sondern zum Beispiel eine Backpacking-Reise mit Zug und Schiff. Ich habe mir vorgenommen, meinen CO2-Fussabdruck weiterhin möglichst klein zu halten», erzählt die Klimaaktivistin. Auch in ihrer Partei möchte sie weiterhin aktiv sein und bei neuen Projekten mithelfen. «Aber zuerst bin ich natürlich noch mit meinem Studium beschäftigt. Das braucht momentan sehr viel Zeit, aber es macht mir Spass. Ich habe auf jeden Fall die richtige Entscheidung für mich getroffen.»

 

...und ausserdem

Diese Person möchte ich gerne mal treffen

Greta Thunberg. Sie setzt sich stark für den Klimaschutz ein, obwohl sie unter der Bürde als öffentliche Person leidet, wie man Im Film «I am Greta» erkennt.

So entspanne ich mich am besten

Draussen in der Natur bei einem Spaziergang oder beim Klettern. Zuhause mache ich gerne Yoga oder höre Musik. Hauptsache, ich habe etwas Zeit für mich und kann neue Energie tanken.

Dieses Verhalten ärgert mich

Grundsätzlich ärgere ich mich sehr selten über andere Menschen. Aber manchmal ärgere ich mich schon darüber, dass viele Leute die Dringlichkeit der nötigen Veränderungen bezüglich Klimaschutz nicht erkennen wollen.

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