Im Gespräch
23.09.2020

«Andere führen Tagebuch, ich schreibe Lieder»

Die Gitarre darf nicht fehlen. Roger Peier mit seinem Schmuckstück. (Bild: ZVG)
Roger Peier mit seinem Grossvater und seiner Schwester Aline. (Bild: ZVG)

Die Gitarre darf nicht fehlen. Roger Peier mit seinem Schmuckstück. (Bild: ZVG)

Die Gitarre darf nicht fehlen. Roger Peier mit seinem Schmuckstück. (Bild: ZVG)
Roger Peier mit seinem Grossvater und seiner Schwester Aline. (Bild: ZVG)

Roger Peier mit seinem Grossvater und seiner Schwester Aline. (Bild: ZVG)

Roger Peier war schon immer begeistert von der Musik. Neben dem Studium und dem Lehrerberuf ist die Musik für ihn der ideale Ausgleich. Mit seiner Band «The Gods Of Isando» möchte er zukünftig auf der Bühne stehen.

Von: Chantal Somogyi

Mit einem Lachen offenbart Roger Peier: «Meine Katze heisst Jimi, wie der Gitarrist Jimi Hendrix.» Es ist ein sonniger Nachmittag. Die Bar ist um diese Tageszeit noch nicht allzu belebt. Fahrzeuge fahren vorbei und Passanten schlendern das Trottoir entlang. In Olten fühlt sich der 34-Jährige wohl. Er wuchs in Niedergösgen auf. Später besuchte er die Kantonsschule in Olten. Im Alter von 22 Jahren zog er in die Dreitannenstadt. Für ihn sei diese aufgrund ihrer Zentralität ideal. Zudem habe er sein soziales Umfeld in Olten. «Freunde und Bekannte beschreiben mich als nett, ehrlich sowie direkt und als einen Menschen, der sich mit den meisten Leuten gut versteht», erzählt Peier, der englische Literatur und Geschichte in Basel studierte. «Ich wusste, dass ich Geschichte studieren möchte, weil diese die Welt erklärt», sagt der 34-Jährige. Englische Literatur stand auf dem Plan, da er ein Austauschjahr in den USA absolviert und gute Englischkenntnisse erworben hatte. Während dem Studium begann der Oltner als Französisch- und Englischlehrer an einer Primarschule zu unterrichten. Dies tut er auch heute noch. Im Sommer möchte er das Lehrdiplom erlangen. «Geduld und die Freude am Umgang mit Menschen sind wichtig, wenn man diesen Beruf wählt», ist Peier überzeugt und fügt an: «Aus diesen Gründen gehe ich gerne zur Arbeit und schätze sie sehr.»

Die eigene Band

Das erste Instrument, welches Peier spielen konnte, war das Klavier. Im Alter von 18 Jahren fing er an Gitarre zu spielen. «Ich stecke sehr viel Zeit in die Musik», erwähnt Peier. Nebenbei unterstützt er die Singer-Songwriterin Olivia Bärtschi und begleitet sie musikalisch. Peier war einst Mitglied der regional bekannten Band «Drive-by Kiss». Vor rund drei Jahren entschloss er sich, eine eigene Band zu gründen. Mit «The Gods Of Isando» leitet er seither seine eigene Rock-Band. «Sie ist sozusagen mein Baby», betont der Musiker. Peier verfasst alle Songtexte selbst. «Ich habe zudem das Glück mit Martin Stebler und Jonas Lüscher zwei extrem gute Musiker als Bandmitglieder zu haben», betont der Musiker. Seine Band befasst sich mit den Musikrichtungen Progressive Stoner Metal und Progressive Rock. Wenn man musikalisch immer besser werde, dann teste man auch andere Musikstile aus. «Neu zusammensetzen und damit überraschen. So habe ich das Gefühl, kann man etwas Neues kreieren», verdeutlicht Peier. Er fügt an: «Wenn du Musik machst, muss sie dir selbst gefallen. Wenn es den Leuten dann auch noch gefällt, bin ich natürlich sehr glücklich.» Momentan ist «The Gods Of Isando» dabei Aufnahmen einzuspielen. Die Band möchte ausserdem im nächsten Jahr gerne Konzerte geben.

Musik als Stütze

Mit seiner ehemaligen Band «How To Fall Asleep» war Peier früher einmal auf Tour durch Osteuropa. In der serbischen Stadt Novi Sad waren noch Spuren des Krieges erkennbar. «Die Stadt wirkte grau. Man sah noch die Einschusslöcher an den Fassaden. Das bewegte mich», schildert der Musiker. Eindrückliche Ereignisse verarbeitet er in seinen Songtexten. Bevor ein solcher entsteht, setzt sich der 34-Jährige zuerst hin und hört Musik. Dann schreibt er drauf los. Anschliessend schaut er sich an, was daraus entstanden ist. Der Musiker sagt, er schreibe keine deprimierenden Texte, sondern solche zum Nachdenken. Für ihn sei das Schreiben eine Art Therapie. «Andere führen Tagebuch, ich schreibe Lieder», verdeutlicht er. Ob Musik aus den 70ern oder Popmusik – sofern es ihm gefällt, hört Peier alle Musikstile gerne. «Es sollte eine Melodie vorhanden sein», fügt er an und lächelt. Seine ersten stimmlichen Vorbilder waren Kurt Cobain, Eddie Vedder und Chris Cornell. Vor allem das Lesen und die Musik geben Peier Kraft. Ab und zu treibt er auch Sport, um zu entspannen. Beruflich und was die Musik angeht, da bleibe er realistisch. Er hebt hervor: «Ich möchte zufrieden sein, gesund bleiben und so lange wie möglich Musik machen. Nicht viel mehr.»

Name: Roger Peier
Geburtstag: 2. Juli 1986
Wohnort: Olten
Zivilstand: ledig
Beruf: Lehrer
Hobbies: Musik, Lesen, Sport

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