Im Gespräch
20.03.2019

Olten fordert einen Wandel

Zehn Polizisten regelten die Verkehrsführung des friedlichen Trosses. (Bild: mim)Mitglieder des Oltner Organisationskomitees überreichten Stadtschreiber Markus Dietler die Volksmotion zur Ausrufung des Klimanotstandes. (Bild: ZVG)Sina Wilhelm und Caroline Hodel: «Wichtig ist nun, dass die Politik handelt!» (Bild: mim)

Zehn Polizisten regelten die Verkehrsführung des friedlichen Trosses. (Bild: mim)

Mitglieder des Oltner Organisationskomitees überreichten Stadtschreiber Markus Dietler die Volksmotion zur Ausrufung des Klimanotstandes. (Bild: ZVG)

Sina Wilhelm und Caroline Hodel: «Wichtig ist nun, dass die Politik handelt!» (Bild: mim)

Klimastreik in Olten Anlässlich des internationalen Klimastreiks am vergangenen Freitag, 15. März gingen in verschiedensten Schweizer Städten vorwiegend Jugendliche auf die Strasse. So auch in Olten.

Mirjam Meier

Nachdem in den vergangenen Wochen weltweit Schüler/innen und Studentinnen und Studenten für eine Veränderung in der Klimapolitik streikten, formierte sich im Hinblick auf den Internationalen Klimastreik auch an der Kantonsschule Olten ein zwölfköpfiges Organisationskomitee. So versammelten sich am vergangenen Freitag, 15. März gegen 150 Personen beim Spielplatz Trottermatte. Mit den verschiedensten Transparenten in den Händen setzte sich die Menschenmenge, angeführt von einem Polizeiauto, das den Weg für die Streikenden bahnte, um 10.45 Uhr in Bewegung. Auf der Unterführungsstrasse weiter Richtung Bahnhof und über die Brücke verschaffte sich der friedliche Tross mit Parolen-Gesängen wie «Gopfriedstutz Klimaschutz» oder «alli Lobbyiste ab it Kiste» Gehör. Angekommen vor der Stadtkirche fasste Kanti-Schüler und OK-Mitglied Lukas Lütolf die Forderungen der Streikenden nochmals zusammen: «Wir fordern die Anerkennung der existenzbedrohenden Krise durch den vom Menschen verursachten Klimawandel. Wir fordern, dass die Schweiz bis 2030 im Inland Netto 0 Treibhausgasemissionen ohne Einplanung von Kompensationstechnologien hat. Wir fordern ausserdem, dass die zukünftigen Handlungen und Entscheidungen an den ersten beiden Forderung gemessen werden und alles darangesetzt wird, diese umzusetzen.» Mit verschiedenen Beiträgen wie einem Gedicht, in dem sich die Schülerin von der kranken Erde verabschiedete, und Gesang taten die Schülerinnen und Schüler, die für den Streik einen Joker-Tag an der Kantonsschule Olten bezogen, ihre Ansichten, Gedanken und vor allem Sorgen über die aktuelle Situation kund. «Es geht uns alle etwas an», betonten zwei Schüler. Das Organisationskomitee sammelte im Anschluss bei starkem, eisigem Wind und teilweise Regen Unterschriften für eine Motion, in der sie fordern, dass in Olten der Klimanotstand ausgerufen wird. Neben den Jugendlichen liefen auch Politik-Vertreter oder Eltern am Streikmarsch mit. Das Ehepaar Temperli verkündete im Anschluss, dass sie sich für eine Stadt ohne Plastik und für ein Pfand auf der Alubüchse einsetzen werden. «Wir alle sollten weniger und bewusster konsumieren. Wie viele T-Shirts braucht ein Mensch?», fragte Beatrice Temperli, deren Tochter Mitglied im OK ist. Auch Sina Wilhelm und Caroline Hodel befanden sich unter den Streikenden und meinten auf die Frage, was jeder einzelne tun kann: «Die einzelne Person kann etwas tun, wie beispielsweise weniger Fleisch essen oder weniger das Auto benützen, aber wichtig ist es nun, dass die Politik handelt.» Einen ersten Schritt konnten die Jugendlichen erreichen: Sie überreichten Stadtschreiber Markus Dietler die Volksmotion zur Ausrufung des Klimanotstandes. Zudem will sich die Oltner Gruppierung an der bevorstehenden Klimademo vom Samstag, 6. April beteiligen.

www.climatestrike.ch

 

 

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