Im Gespräch
25.03.2020

War der Sieg vorprogrammiert?

Nina Wägli, die ausgebildete Clownin aus Bern, holte sich an der zweiten Vorrunde des Oltner Kabarett-Casting den Sieg. (Bild: ZVG)

Nina Wägli, die ausgebildete Clownin aus Bern, holte sich an der zweiten Vorrunde des Oltner Kabarett-Casting den Sieg. (Bild: ZVG)

Oltner Kabarett-Casting 2020

Darf man das Wort «Rampensau» in den Mund nehmen? Wenn man damit Nina Wägli meint, ist es auf jeden Fall positiv gemeint. Die ausgebildete Clownin aus Bern lud das Schwager Theater mit einer enormen Energie auf und verhedderte sich so köstlich in den Herausforderungen des Lebens, dass sie es an der zweiten Vorrunde des Oltner Kabarett-Casting 2020 in den Final schaffte. Natürlich ging bei dieser Wahl durch Jury und Publikum alles mit rechten Dingen zu. Vorprogrammiert, und zwar schon im Mutterleib, sind laut Wägli aber die Schwierigkeiten und Sorgen jedes einzelnen Menschen, trotz Personenleitsystem und kuriosen «linken-Zeigefinger-ins-rechte-Nasenloch-stecken»-Entscheidungshilfen. Eine schwierige Wahl hatten die Abstimmenden auch zwischen Wägli und Gregor Stäheli, der 2019 den Finalsieg nur knapp verpasst hatte. Der Dramakönig, der immer und überall einen Grund findet für eine emotionale Übertreibung, hat sich bei seinem zweiten Versuch nochmals klar gesteigert. Verena Richter liess das Publikum mit ihrer Sprachakrobatik fast schwindlig zurück, nachdem sie ohne Luft zu holen gekonnt Satzstellungen und Wörter komplett verdreht hatte. Elena Seeger, die musikalischste der vier Künster/innen, sang Lieder über sprechendes Gemüse und ihre eigene Hochzeit, bei der ein kleines Detail vergessen ging: Der Bräutigam. Nina Wägli ist nun die zweite Protagonistin im Final des 9. Kabarett-Castings, einer Talentsuche im Rahmen der Oltner Kabarett-Tage. Die letzte Vorrunde von Ende März wurde aufgrund der aktuellen Coronavirus-Situation verschoben. ZVG

www.kabarett-casting.ch

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