Kolumne
17.08.2022

Sommer

Stefan Nünlist, Leiter Unternehmenskommunikation und Politiker. 
(Bild: Dominik Hetzer)

Stefan Nünlist, Leiter Unternehmenskommunikation und Politiker.

Von: Stefan Nünlist

Letzte Woche genoss ich mit meinem Freund Rico im Gryffe einen Sommerabend. Selig schlürfen wir unseren Tempranillo, blasen blaue Zigarrenwölklein in den Nachthimmel, philosophieren und erfreuen uns des Lebens. Noch vor wenigen Jahren fuhr ich für so ein Lebensgefühl über den Gotthard. Jetzt schlendere ich in Flipflops und kurzer Hose seit Mitte Mai zum Apéro in die Kirchgasse, trinke meinen Morgenkaffee im Ring draussen und schwimme täglich durchs Chessiloch. Dank Sonnenschein, Aare, Badi, kühlenden Wäldern ringsum, innovativen Gastrobetrieben und verführerischen Gelaterias hat sich Olten zu einem sommerlichen Sehnsuchtsort gemausert. Aber, könnte man jetzt einwenden: dieser Sommer ist die Folge des Klimawandels, der Stadtbaumeister warnt vor den Gefahren im Fluss, in der Kirchgasse fehlen die Bäume – SP-Stadtoberhäupter in unserem Kanton zeichnen sich ja nicht durch Dendrophilie aus, die aufgespannte Schattenblache ist ein Witz und warum findet in der Marktgasse kein täglicher Gemüsemarkt statt, wo wir Regionales ohne Plastikverpackung kaufen können? Ja und warum pulsiert das Leben in der Kirchgasse, während sich in der zu Tod geschützten Altstadt schon Krankenkassenfilialen in Sockelgeschosse einnisten, die Bewohner der Altersresidenzen Bornblick und St. Martin immer noch auf etwas mehr Ruhe dank Temporeduktion hoffen, die Verkehrssituation für alle rund um den Postplatz unzumutbar ist und am Bahnhof vier Parkplätze gesperrt sind, weil den Bauarbeitern der Arbeitsweg zur Schützi nicht zuzumuten ist? Stimmt alles! Aber zum neuen Oltner Lebensgefühl gehört halt eben auch eine gewisse mediterrane Gelassenheit. So hat mir Rico an diesem besagten Abend ans Herz gelegt, für einmal nur Positives zu schreiben. Das habe ich versucht und wünsche allen weiterhin einen ganz schönen, frohen Sommer!

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