Kolumne
21.09.2022

Sanfte Riesen

Irène Dietschi, Journalistin.
         
         
            
               (Bild: Daniela Friedli)

Irène Dietschi, Journalistin.

Von: Irène Dietschi

Da stehen sie nun leibhaftig auf den Wiesen der «Sollmatt» in Welschenrohr: die Thaler Wisente. Drei Kühe, ein Bulle und ein Kalb. Mächtig, erhaben, sanft. Auffällig: der hohe Buckel, mit dem die Ur-Rinder die meisten Menschen überragen; die schlanke, ästhetische Erscheinung.

Sieben Jahre hat der Verein Wisent Thal gebraucht, um die fünf Tiere in ihre neue Heimat an der Jura-Nordflanke zu bringen. Man wolle herausfinden, ob Wisente in der Solothurner Kulturlandschaft tragbar seien. Nicht alle freuen sich über das Projekt. Am wenigsten freut sich der Solothurner Bauernverband. Deren Vertreter fürchten um die Thaler Kulturen, um Dinkeläcker, Mais und Weizen, und nicht zuletzt um die Sicherheit ihrer Kühe.

Die Opposition der Landwirte steht für eine lange Tradition: Der Wisent war das erste Grosstier, welches der Mensch systematisch dezimiert und ausgerottet hat – beinahe. Das grosse Wisent-Sterben begann schon zu Zeiten der Römer, setzte sich durch ganz Europa fort übers Mittelalter bis in die Neuzeit. In den 1920er Jahren wurde im Kaukasus der letzte freilebende Wisent geschossen. Nur dank dem Engagement verschiedener Zoos, die Wisente hielten, ist das Ur-Rind nicht ausgestorben.

Heute hat das grösste und schwerste Landsäugetier Europas viele Freunde, unter anderem im Solothurner Jura. Gleichzeitig provoziert der Wisent die ewige Frage: Wie viel «Natur» verträgt die von Menschenhand gestaltete Landschaft? Wie viel Wildnis lassen wir zu? Und welche Wildtiere sind uns genehm? Ein wachsender Anteil unserer Gesellschaft plädiert für einen «Animal Turn» – dass wir Menschen Tiere anders sehen. Nicht nur Wild-, sondern auch Nutztiere. Dafür sind Wisente die idealen Botschafter.

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