«Das Mühletäli gehört zu Olten»

"Jeder ist im Wildpark Mühletäli willkommen", so Kyra Bosshardt und François Baeriswyl. 
Liebevoll gestaltete Wildgehege: Diese machen den Wildpark Mühletäli zu einem Paradies für Wildtiere sowie tierliebende Besucher. (Bild: vwe)

"Jeder ist im Wildpark Mühletäli willkommen", so Kyra Bosshardt und François Baeriswyl.

"Jeder ist im Wildpark Mühletäli willkommen", so Kyra Bosshardt und François Baeriswyl. 
Liebevoll gestaltete Wildgehege: Diese machen den Wildpark Mühletäli zu einem Paradies für Wildtiere sowie tierliebende Besucher. (Bild: vwe)

Liebevoll gestaltete Wildgehege: Diese machen den Wildpark Mühletäli zu einem Paradies für Wildtiere sowie tierliebende Besucher. (Bild: vwe)

Wildpark Mühletäli Nur wenige Gehminuten von den letzten Häusern der Stadt Olten entfernt, erstreckt sich auf Starrkircher Boden der vor 64 Jahren entstandene Wildpark Mühletäli. Im Laufe der Zeit hat sich der Tierpark in Olten vollends etabliert.

Von: Viviane Weber

Bereits seit der Gründung des Wildparkvereines Mühletäli 1951 war das Schluchtäli oberhalb des Oltner Wilerfeldquartiers für die Beherbergung von Wild- und nicht Kleintieren gedacht. «Anfangs gab es zwar noch Goldhamster oder Zwerghühner im Park, aber dann legte man den Fokus vermehrt auf grössere Tiere. Mittlerweile geben wir auf zirka 1.5 ha Pachtland Hirschen, Zwergziegen, Waschbären oder auch Mufflons ein Zuhause», erklärt Tierpflegerin Kyra Bosshardt. Wildtiere haben den Vorteil, dass sie vergleichsweise pflegeleicht sind und nur morgens gefüttert beziehungsweise besucht werden müssen. Diese Aufgabe übernimmt seit gut 20 Jahren Kyra Bosshardt, die als Tierpflegerin im Wildpark fungiert und gemeinsam mit ihrem Mann François Baeriswyl viel Herzblut und Zeit in den Park steckt.

Grösseres Gehege für Zwergziegen

In ihrer 20-jährigen Tätigkeit durfte das Paar bereits einige Veränderungen miterleben sowie mitgestalten im Wildpark Mühletäli, der einst von einer Gruppe Oltner ins Leben gerufen wurde. «Ein besonderer Erfolg war die letztjährige Erweiterung des Zwergziegen-Geheges», so François Baeriswyl, der das Amt des Vereinspräsidenten inne hat. Der Zwischenzaun verläuft nun den gesamten Berg hoch und öffnet so den ganzen linken Anlageteil für die Ziegen. «Das Gehege entspricht den natürlichen Lebensumständen der Tiere und so geniessen sowie erkunden diese die neue hügelige und steile Gegend», zeigt sich auch Kyra Bosshardt erfreut.

Immer Helfer und Spender gesucht

Als nächstes wird nun eine Erweiterung des Waschbärengeheges angestrebt. Dadurch soll auch diesen mittelgrossen Säugetieren ein artenfreundliches Umfeld gestaltet werden. «Wir halten jegliche Tierschutzvorschriften ein und sind bestrebt, den Tieren eine wunderschöne Anlage zu bieten, die ihre Bedürfnisse optimal erfüllt», so Bosshardt. Der Fokus wird beim Mühletäli stets auf die Tiere gesetzt. «Wir sind schliesslich ein Wild- und kein Unterhaltungspark. Deshalb gibt es bei uns auch keinen Gastronomie- oder sonstigen Unterhaltungsbetrieb«, stellen die beiden klar. Die Tierpflegerin Bosshardt besitzt eine innige Beziehung zu den verschiedenen Tierarten im Park und kann praktisch jedes Tier beim Namen nennen. «Die Tiere kennen inzwischen das Geräusch meines Fahrzeuges und kommen bereits in Scharen, wenn ich die Strasse entlangfahre», lacht Bosshardt. Alleine kann der Verein seine Ziele jedoch nicht verwirklichen. Er ist seit je auf finanzielle sowie praktische Hilfe angewiesen. «Jeder ist in unserem Wildpark willkommen und kann seinen Beitrag leisten», erklären Bosshardt und Baeriswyl und fügen an: «Bei uns sind sowohl tierpflegerische als auch handwerkliche Fähigkeiten gefragt.» Jeweils Samstagsmorgens sind auch Nicht-Mitglieder eingeladen, bei verschiedensten Arbeiten im Wildpark zu helfen. «Einfach Vorbeikommen und Anpacken.»

Rückhalt bei der Oltner Bevölkerung

Allerdings könne sich der Wildparkverein, der sich aus sieben aktiven Vorstandsmitgliedern und 700 Passivmitgliedern zusammensetzt, nicht wegen mangelnder Anteilnahme beschweren. «Wir sind jedes Jahr an der MIO anzutreffen und vernehmen dort jeweils, wie wichtig den Oltnern der Wildpark ist. Bei Herbst-Spaziergängen ist er stets ein beliebtes Reiseziel und wird auch als Naherholungsgebiet genutzt», so die beiden und fügen an: «Das Mühletäli gehört für viele einfach zu Olten dazu.» Wenn in ihrer Abwesenheit Ziegennachwuchs geworfen wird, erhält Bosshardt stets Bescheid. «Meine Nummer ist bei den Tiergehegen angebracht. So habe ich schon einige aufgeregte Besucheranrufe erhalten, wenn beispielsweise eine der Zwergziegen ihr Junges gebärt. Eine solche Anteilnahme und die Freude der Leute motivieren einen stets weiter zu machen.»

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