Stadt Olten
14.10.2020

Ein 155 Mio. Jahre alter Fund

Tobias Kyburz (l.) und Giuliano Maffeis aus Lostorf zeigen stolz ihren Fund: einen Ammoniten. (Bild: mim)
Selten ist der Fund nicht. Aber mit seinen ca. 155 Mio. Jahren ist der Ammonit ein sehr alter Zeitzeuge aus einer längst vergangenen Zeit. (Bild: mim)

Tobias Kyburz (l.) und Giuliano Maffeis aus Lostorf zeigen stolz ihren Fund: einen Ammoniten. (Bild: mim)

Tobias Kyburz (l.) und Giuliano Maffeis aus Lostorf zeigen stolz ihren Fund: einen Ammoniten. (Bild: mim)
Selten ist der Fund nicht. Aber mit seinen ca. 155 Mio. Jahren ist der Ammonit ein sehr alter Zeitzeuge aus einer längst vergangenen Zeit. (Bild: mim)

Selten ist der Fund nicht. Aber mit seinen ca. 155 Mio. Jahren ist der Ammonit ein sehr alter Zeitzeuge aus einer längst vergangenen Zeit. (Bild: mim)

Naturmuseum Olten Neben ihrer Ausstellung und Sammlung kann das städtische Naturmuseum auch Ansprechpartner bei Fundstücken sein, wie dies bei zwei Schülern aus Lostorf der Fall war.

Von: Mirjam Wetzstein

Stolz halten die beiden Freunde Giuliano Maffeis und Tobias Kyburz ihren Fund der Kamera entgegen. Die beiden haben beim Spielen auf dem Platz der Kinderkrippe Kinderburg Lostorf einen Stein gefunden, den sie durch das Hinunterwerfen auf eine Treppe auseinanderbrechen konnten. Zum Vorschein kamen die Abdrücke eines Ammoniten. Im Besonderen der siebenjährige Giuliano zeigte sich als grosser Dinosaurier-Fan sofort begeistert über den Fund. «In Büchern habe ich schon einiges über Versteinerungen gelesen», erklärt Giuliano, der sich vorstellen könnte, später einmal Paläontologe zu werden. Gemeinsam mit ihren Müttern haben Giuliano und der achtjährige Tobias das Gestein ins Naturmuseum Olten gebracht, um sich den Fund bestimmen zu lassen. «Wir waren schon häufiger im Naturmuseum Olten und wussten daher auch um die dortige Gesteinssammlung», erzählt Giulianos Mutter. Der Museumsleiter Dr. Peter F. Flückiger hat den Ammoniten der Familie Perisphinctidae zugewiesen. «Sehr selten ist das Fossil nicht. Aber es ist dennoch bemerkenswert, dass Kinder draussen beim Spielen eine Versteinerung finden, die ca. 155 Mio. Jahre alt ist», erklärt Museumspädagogin Judith Wunderlin, während sie in der Ausstellung im ersten Stock im Haus der Museen eine Schublade mit der Aufschrift «Malm 164 bis 145 Mio. Jahre» öffnet und eine Versteinerung von Ammoniten zum Vorschein bringt.

Angebot für Kinder

Das Naturmuseum bietet auch Angebote und Kurse für Kinder und Jugendliche an. Neben dem Ausrichten von Kindergeburtstagen, wendet sich das Team mit dem «Käferclub» mit je einer Gruppe an Schüler der 1. und 2. Klasse sowie der 3. und 4. Klasse. Teilweise besuchen die Gruppen die Ausstellung, wie in diesem Fall die Sonderausstellung «Süsswasser: Quelle des Lebens», die noch bis am Sonntag, 18. Oktober zu sehen ist. Für Jugendliche ab der 5. Klasse wird der Kurs «Jugend & Wissenschaft» angeboten. «Momentan sind alle Kurse voll, aber wir führen eine Warteliste. Es kommt schon ab und an vor, dass ein Kind nicht kommen und dann ein anderes seinen Platz einnehmen kann», erzählt Wunderlin, die mit der «Jugend & Wissenschaft»-Gruppe demnächst das Felslabor von Mont Terri bei Saint-Ursanne besuchen wird.

Vom Schädel bis zur Vogelbestimmung

Ab und an käme es vor, dass Personen mit Funden an das Naturmuseum herantreten würden. Häufig handle es sich dabei um Funde von Kindern, die beispielsweise einen Tierschädel im Wald finden. Bei Führungen kämen dann eher Fragen von Erwachsenen, die beispielsweise einen Vogel bestimmt haben möchten. «Darüber freuen wir uns jeweils sehr, denn solche Funde und Anfragen können auch uns herausfordern und zum Tüfteln bringen», betont die Museumspädagogin. Ihren Fund durften die beiden Jungs in einer Kartonschachtel mit nach Hause nehmen. «Diese Regelung gilt bei Ammoniten und Belemniten, auch Donnerkeil genannt, da diese nicht selten sind», so Wunderlin.

www.hausdermuseen.ch

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