Stadt
13.01.2021

Projektwettbewerb für Kunstmuseum wurde gestartet

Kunstmuseum Olten Nachdem das Gemeindeparlament im September den Standort und das Raumprogramm für die Erneuerung des Kunstmuseums definiert hatte, startete nun am letzten Freitag die nächste Phase: der Projektwettbewerb für das neue Museum an der Kirchgasse 10 und das benachbarte Wohn- und Geschäftshaus.

Mit dem Haus der Museen wurde im November 2019 die erste Etappe der Neustrukturierung der städtischen Museen eröffnet, nun soll auch das Kunstmuseum, das sich zurzeit in der stark sanierungsbedürftigen Liegenschaft Kirchgasse 8 befindet, eine Erneuerung erfahren. Das Gemeindeparlament der Stadt Olten hat an seiner Sitzung vom 24. September 2020 mit 37:0 Stimmen beschlossen, dass das Kunstmuseum an der Kirchgasse bleiben, aber von der Nummer 8 ins Nachbarhaus Kirchgasse 10, das ehemalige Naturmuseum, wechseln soll. Als Raumbedarf wurden 1600 m2 Nutzfläche definiert. Auf Antrag der FDP wurde ein Preisrahmen von 10 bis 14 Millionen Franken definiert.

Klein, aber fein

Die denkmalgeschützte Liegenschaft Kirchgasse 10 eignet sich aufgrund ihrer Gebäudestruktur mit grosszügigen Raumgrössen und -höhen und ihrem soliden und gut erhaltenen Tragwerk ausgezeichnet als Standort für das neue Kunstmuseum Olten; fehlende Räumlichkeiten, wie zum Beispiel ein grosser Ausstellungssaal, können in einem Anbau auf der Seite des Munzingerplatzes ergänzt werden. Das neue Kunstmuseum soll klein, aber fein sein, der Betrieb – Personal, Sammlungsbetreuung, Ausstellungsprogramm – soll nach dem Umzug in gleichem Umfang wie heute weitergeführt und nicht vergrössert werden. Die Ausstellungsräume sollen in Zukunft so angeordnet sein, dass zwei parallele Ausstellungen möglich sind und dadurch während Ausstellungsaufbauten ein durchgehender Ausstellungsbetrieb stattfinden kann.

Das sanierungsbedürftige Gebäude Kirchgasse 8 kann aufgrund der zahlreichen Abweichungen vom Ursprungszustand innerhalb des bisherigen Volumens umgebaut, verändert oder auch durch einen zeitgemässen, ortsbaulich und architektonischen überzeugenden Neubau ersetzt werden. Im Erdgeschoss ist derzeit eine publikumsorientierte Nutzung vorgesehen, aus welcher sich Synergien mit dem Kunstmuseum ergeben können, im 1. Obergeschoss eine Nutzung in Zusammenhang mit der Erdgeschossnutzung oder Büros und darüber Wohnungen. Beide Gebäude sollen durch ihre Nutzung, ihre räumlichen Bezüge und ihre Adressierung sowohl zur verkehrsfreien Kirchgasse als auch zum Munzingerplatz zur Belebung der Innenstadt von Olten beitragen.

Wettbewerb mit Präqualifikation

Der letzte Woche startende einstufige Projektwettbewerb nach SIA 142 wird gemäss dem Submissionsgesetz respektive der Submissionsverordnung des Kantons Solothurn in einem selektiven Verfahren öffentlich ausgeschrieben. In der ersten Phase können sich Teams im Rahmen einer Präqualifikation bewerben, in der sie ihre Eignung für die Bewältigung der Aufgabe nachweisen. Sie haben insbesondere ihre Qualifikation in den Bereichen Architektur, Landschaftsarchitektur, Baumanagement, Gebäudetechnik und Nachhaltigkeit sowie ihre personelle und organisatorische Leistungsfähigkeit darzulegen. Zum Projektwettbewerb als zweiter Phase des Submissionsverfahrens werden 10 bis 14 Generalplanerteams eingeladen, davon 2 bis 4 Teams mit Nachwuchsbüros aus dem Bereich Architektur. Die Generalplanerteams sollen einen Projektvorschlag gemäss vorliegendem Pflichtenheft ausarbeiten und einreichen.

Nach Abschluss der Jurierung voraussichtlich im kommenden August werden die zur Beurteilung zugelassenen Projekte im Kunstmuseum öffentlich ausgestellt. Es ist vorgesehen, im Anschluss das Generalplanerteam des empfohlenen Wettbewerbsprojektes mit der Bearbeitung der Bauaufgabe zu beauftragen. In der Folge soll dem Gemeindeparlament ein Projektierungskredit für die Erneuerung des Kunstmuseums vorgelegt werden, nach der Projektierung dann voraussichtlich im Jahr 2022 der eigentliche Baukredit.sko

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