Stadt
11.05.2022

Wenn die Zuckerkrankheit ins Auge geht

Es war eine sehr interessierte Zuhörerschaft von rund 40 Teilnehmern anwesend. Auf dem Bild sind der Präsident von Diabetes Solothurn Beat Strub und der Oberarzt Dr. med. Lars Hefner zu sehen. (Bild: ZVG)

Es war eine sehr interessierte Zuhörerschaft von rund 40 Teilnehmern anwesend. Auf dem Bild sind der Präsident von Diabetes Solothurn Beat Strub und der Oberarzt Dr. med. Lars Hefner zu sehen. (Bild: ZVG)

Olten Diabetes kann im Lauf der Zeit die Augen schädigen und bis zur Erblindung führen. Wie sich Diabetes auf die Augen auswirkt und wie man die sogenannte Diabetische Retinopathie erkennt und behandelt, erklärte am letzten Donnerstag Dr. med. Lars Hefner, Facharzt für Augenheilkunde und Oberarzt bei den Pallas Kliniken, in seinem Referat im Hotel Arte in Olten.

«Die diabetische Retinopathie ist die Hauptursache für Erblindungen von 20- bis 74-jährigen Personen in Industriestaaten», betonte Dr. med. Lars Hefner, Facharzt für Augenheilkunde und Oberarzt in den Pallas Kliniken in Olten, dem Publikum im Hotel Arte. Gemeinsam mit der Gesellschaft Diabetes Solothurn hatten die Pallas Kliniken zum öffentlichen Referat geladen.

Jede Diabetikerin und jeder Diabetiker lebt mit dem Risiko, an einer diabetischen Retinopathie zu erkranken. Dabei werden die Blutgefässe im Auge geschädigt, was die Netzhaut beeinträchtigt und in der Folge die Sehfähigkeit schwächt. Weltweit leben rund 425 Millionen Menschen mit einer Diabetes. Allein in der Schweiz sei schätzungsweise eine halbe Million Menschen betroffen. «Rund die Hälfte aller Diabetikerinnen und Diabetiker weiss gar nicht, dass sie an Diabetes erkrankt ist», gab Hefner zu verstehen.

Vorsicht bei verzerrtem Sehen

Der Augenexperte erklärte unter anderem, welche Symptome als Warnzeichen zu verstehen seien, beispielsweise verschwommenes und verzerrtes Sehen, und wie man die Retinopathie behandelt. Anhand verschiedener Bilder zeigte Lars Hefner, wie der Arzt eine Retinopathie erkennt und wie eine Lasertherapie funktioniert.

Wichtig sei es, die Erkrankung möglichst früh zu erkennen, um sie richtig behandeln zu können. Regelmässige Kontrollen beim Hausarzt und beim Augenarzt seien deshalb unerlässlich. Denn sei der Sehverlust bereits eingetreten, könne der jeweilige Arzt die Sehkraft nur noch begrenzt wiederherstellen. pd