Stadt
14.09.2022

Neuer Glanz für die alte Brutalismus-Ikone

Die beiden Regierungsräte Sandra Kolly und Remo Ankli beglückwünschen sich gegenseitig zu ihrem farbigen Einweihungswerk an der Kanti-Fassade. (Bild: Patrick Lüthy)
Kantonsbaumeister Guido Keune ist sich sicher: «Wir haben die 86 Millionen gut investiert.» (Bild: Patrick Lüthy)
Das äussere Erscheinungsbild der Kanti hat sich durch die Sanierung nicht verändert – der Brutalismus bleibt. (Bild: AGU)

Die beiden Regierungsräte Sandra Kolly und Remo Ankli beglückwünschen sich gegenseitig zu ihrem farbigen Einweihungswerk an der Kanti-Fassade. (Bild: Patrick Lüthy)

Die beiden Regierungsräte Sandra Kolly und Remo Ankli beglückwünschen sich gegenseitig zu ihrem farbigen Einweihungswerk an der Kanti-Fassade. (Bild: Patrick Lüthy)
Kantonsbaumeister Guido Keune ist sich sicher: «Wir haben die 86 Millionen gut investiert.» (Bild: Patrick Lüthy)
Das äussere Erscheinungsbild der Kanti hat sich durch die Sanierung nicht verändert – der Brutalismus bleibt. (Bild: AGU)

Kantonsbaumeister Guido Keune ist sich sicher: «Wir haben die 86 Millionen gut investiert.» (Bild: Patrick Lüthy)

Die beiden Regierungsräte Sandra Kolly und Remo Ankli beglückwünschen sich gegenseitig zu ihrem farbigen Einweihungswerk an der Kanti-Fassade. (Bild: Patrick Lüthy)
Kantonsbaumeister Guido Keune ist sich sicher: «Wir haben die 86 Millionen gut investiert.» (Bild: Patrick Lüthy)
Das äussere Erscheinungsbild der Kanti hat sich durch die Sanierung nicht verändert – der Brutalismus bleibt. (Bild: AGU)

Das äussere Erscheinungsbild der Kanti hat sich durch die Sanierung nicht verändert – der Brutalismus bleibt. (Bild: AGU)

Kanti Am Samstag ging die festliche Eröffnungsfeier der sanierten Kantonsschule Olten über die Bühne. Sechs unfallfreie Baujahre liegen hinter den Beteiligten, 86 Millionen Franken wurden investiert.

Von: Achim Günter

Der rote Teppich war ausgerollt, die Gäste erschienen in Galakleidung, im Festsaal wechselten Oscar-ähnliche Statuetten die Hände. Es hatte was von Hollywood, am Samstagnachmittag an der Kantonsschule Olten. Grund und Anlass für die Feierlichkeiten war eben sie, die Kanti Olten. Eine Ikone des Brutalismus, lange Zeit als ausgesprochen hässlich verschrieben, nun, mit zunehmendem Alter und sich ihrer Einzigartigkeit bewusst werdend, plötzlich als «schön» bezeichnet.

1974 eröffnet, nagte der Zahn der Zeit weit eher am Betonkoloss mit den beiden unterschiedlich hohen Türmen als erhofft. So beschäftigten sich ab 2002 Fachleute wie Politiker mit der Frage, was die Zukunft für den markanten Bau hoch oben im Hardwald bringen sollte: Abriss oder Sanierung. Nach etlichen Jahren und wohl weit mehr heftig geführten Debatten stand fest: Künftig sollen die Kantonsschüler aus Olten und Umgebung wie bis anhin im angestammten Gebäude unterrichtet werden; geplant und ab 2016 schliesslich umgesetzt wurde eine umfassende Sanierung.

86 Millionen Franken sollte diese Sanierung verschlingen. Und es ist eine, bei der man sich auf den ersten Blick fragt: Was genau wurde denn saniert? Eine Frage, die man sich genau genommen auch auf den zweiten Blick noch stellt. Aber der Teufel liegt eben im Detail – beziehungsweise weitgehend im Verborgenen. Kantonsbaumeister Guido Keune, einer der Hauptredner des Festnachmittages, erläuterte, dass die wichtigsten Eingriffe nach Beendigung der Sanierungsphase kaum sichtbar seien, etwa die energetischen Verbesserungen, die Verbesserung der Erdbebensicherheit, die neue Hülle oder die Erneuerung der haustechnischen Anlagen. «Wir haben die 86 Millionen Franken nicht ausgegeben, sondern gut investiert.» Die Aufgabe war keine einfache. Man habe das «Paradebeispiel des Brutalismus» während sechs Jahren bei laufendem Betrieb, also ohne Unterrichtsstopp, saniert. Keune, vierter Redner einer langen Reihe von Personen, die Worte an die Festgemeinde richteten, wies darauf hin, dass ein Neubau rund 40 Millionen Franken mehr verschlungen hätte als «der bisher grösste Umbau im Kanton».

«Abriss wäre Todsünde gewesen»

Die Begrüssungsansprache um 14 Uhr hatte Stadtpräsident Thomas Marbet gehalten, ehemals Schüler und auch mal zwei Jahre lang Lehrer an der Kanti. Ihm war es vorbehalten gewesen, den Namen der im späteren Verlauf verliehenen Preise zu verraten und zu begründen: San Remo. Die Stadt an der ligurischen Küste sei durchaus auch bekannt für Filme. Vor allem aber passe die Analogie ausgezeichnet zu den beiden Vornamen der anwesenden Solothurner Regierungsräte, Sandra Kolly und Remo Ankli. Der San Remo Award übrigens dürfte ähnlich schwer sein wie ein Oscar, so glamourös indes ist er nicht: Es handelt sich schlicht um einen Betonbohrkern.

Baudirektorin Kolly war 2012, als der Entscheid zu Gunsten einer Sanierung fiel, noch Mitglied des Kantonsrates. Sie meinte, dass ein Abriss einer Todsünde gleichgekommen wäre – «aus ökologischer, ökonomischer und städtebaulicher Sicht». Bildungsdirektor Ankli fasste zusammen: «Die Kanti steht heute in neuem altem Glanz da.»

«Goldener Pamir» blieb frommer Wunsch

Weitere Reden folgten bei der Verleihung der San Remo Awards. Besonders unterhaltsam jene des «Nutzervertreters» der Kanti, Andy Ruf. Der Mathematiklehrer, seit mehr als 30 Jahren an der Kantonsschule im Hardwald tätig, merkte an, er hätte sich anstelle des Beton-San-Remos einen «goldenen Pamir» gewünscht. Auch der amtierende Kanti-Rektor Samuel Batzli liess durchblicken, dass die Lärmbelästigung beim Unterrichten die Nerven zuweilen arg strapaziert hatte. Ebenso der allgegenwärtige Staub, das Ein- und Auspacken oder weitere Widrigkeiten. Zum Schluss der Feier in der Aula, die immer wieder durch Chor-Intermezzi durch Schülerinnen und Schüler der Kantonsschulen Solothurn und Olten aufgelockert wurde, stellte Geschichtslehrer Thomas Notz in einer wohltuend kompakten Ansprache die Baudokumentation vor.

Anschliessend bewegte sich die Festgemeinde ins Freie, auf den Vorplatz der Kanti. Dort fand der eigentliche Festakt statt, die Gebäudeübergabe. Die beiden Regierungsräte, sicher «verpackt» in Schutzanzügen, weihten mittels aufplatzender Farbbeutel die sanierte Kanti ein. Anschliessend folgten Führungen und Besichtigungen sowie ein Apéro. Der Abend gehörte dann der Schülerschaft, der Sonntag der breiten Öffentlichkeit anlässlich eines Tages der offenen Tür.

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