Stadt
20.11.2019

Messstationen überwachen Gewässerqualität

Ab dem kommenden Jahr wird unter anderen auch die chemische Wasserqualität der Dünnern in Olten mit automatischen Messstationen überwacht. (Bild: frabei)

Ab dem kommenden Jahr wird unter anderen auch die chemische Wasserqualität der Dünnern in Olten mit automatischen Messstationen überwacht. (Bild: frabei)

Gewässerschutz: Die Risiken von Pestiziden für Mensch und Umwelt halbieren: Dieses Ziel verfolgt der Kanton Solothurn mit dem kantonalen Aktionsplan Pflanzenschutz- mittel. Um die Wirkung der getroffenen Massnahmen zu beurteilen, nimmt das Amt für Umwelt an fünf Gewässern automatische Messstationen in Betrieb.

Pflanzenschutzmittel und Biozide werden sowohl in der Landwirtschaft wie auch im Siedlungs- gebiet eingesetzt. Die Stoffe oder ihre Abbauprodukte können in die Gewässer gelangen und dort zu Überschreitungen der Anforderungswerte im Oberflächen- und Grundwasser führen. Im März 2018 hat der Regierungsrat den kantonalen Aktionsplan Pflanzenschutzmittel verabschiedet. Durch einen zurückhaltenden und sorgfältigeren Umgang mit Pflanzenschutzmitteln und Bioziden soll das Risiko für Mensch und Umwelt halbiert werden. Der Massnahmenplan wird mit einer breiten Palette von Massnahmen, sowohl in der Landwirtschaft wie auch im Siedlungsgebiet, umgesetzt.

Automatische Messstationen liefern kontinuierlich Daten

Um die Wirkung der Massnahmen zu überwachen, baut das Amt für Umwelt sein Messprogramm aus. Zusätzlich zu den halbjährlichen Probenahmen an Oberflächengewässern und im Grundwas- ser werden ab dem kommenden Jahr neu auch automatische Messstationen eingesetzt. Diese überwachen die chemische Wasserqualität kontinuierlich an fünf für den Kanton repräsentativen Gewässern: am Limpach in Messen, am Mülibach in Buchegg, am Moosbächli in Etziken, an der Dünnern in Olten sowie an der Sternenbergquelle in Hofstetten-Flüh. Die Messstationen entneh- men von März bis Oktober stündlich kleine Wasserproben, welche im Abstand von zwei Wochen im Labor analysiert werden. Das Bundesamt für Umwelt beteiligt sich massgebend an den Kosten dieses Projekts. Die Messungen werden voraussichtlich in den Jahren 2020 bis 2025 durchgeführt. Erste Resultate zum Zustand dieser Gewässer sind im Februar 2021 zu erwarten. Ein ausführ- licher Bericht über die Erreichung der Ziele des Aktionsplans Pflanzenschutzmittel soll im Jahr 2026 vorgelegt werden. ZVG

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