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23.10.2019

Ein (Schokoladen-)Herz für Angehörige

«Es ist wichtig, auf Anzeichen von Überlastung zu reagieren»: Regierungsrätin Susanne Schaffner. (Bild: ZVG)

«Es ist wichtig, auf Anzeichen von Überlastung zu reagieren»: Regierungsrätin Susanne Schaffner. (Bild: ZVG)

Tag für pflegende Angehörige Unter dem Motto «Selbstbestimmt leben - ohne betreuende Angehörige wäre vieles undenkbar» gibt es zum Tag der pflegenden Angehörigen am Mittwoch, 30. Oktober eine Standaktion in Olten.

330’000 Personen kümmern sich in der Schweiz um Angehörige – ohne Lohn, nebst ihrem Beruf. Für ihren Einsatz sensibilisieren das Schweizerische Rote Kreuz Kanton Solothurn und Pro Infirmis Aargau-Solothurn sowie der Entlastungsdienst Aargau-Solothurn am 30. Oktober. «Selbst- bestimmt leben – ohne betreuende Angehörige wäre vieles undenkbar»: Dies ist das Motto des diesjährigen Tags der betreuenden und pflegenden Angehörige. Dieser findet am Mittwoch, den 30. Oktober 2019 statt. Die Partnerorganisationen verteilen beim Oltner Coop City zwischen 9.30 Uhr und 11.30 Uhr Schokoladenherzen und Info-Flyer an Passantinnen und Passanten. Damit danken die Nonprofit-Organisationen den betreuenden und pflegenden Angehörigen für ihren enormen Einsatz, den sie im Stillen leisten. Auch dank ihnen ist die Versorgung von älteren, kran- ken oder beeinträchtigten Menschen möglich. «Wer Angehörige betreut und pflegt», sagt die Solothurner Gesundheitsdirektorin Susanne Schaffner, «verdient genau so viel Respekt und Anerkennung wie Menschen, die uns mit erfolgreichen Karrieren beeindrucken.»

Bis 10 Tage Urlaub für Pflege

Respekt und Anerkennung ist das eine – politische Verbesserung das andere: Neu sollen nach Ansicht des Bundesrates Erwerbstätige, die nebenbei noch betreuen und pflegen, bis zu zehn Tage Urlaub erhalten; Eltern schwer beeinträchtigter Kinder 14 Wochen. Regierungsrätin Susanne Schaffner: «Sinnvoll ist auch, als Arbeitgeber wenn möglich auf Betreuungssituationen der An- gestellten Rücksicht zu nehmen, zum Beispiel mit Home Office oder flexiblen Arbeitszeiten.» Dies trägt dazu bei, die Doppelbelastung von Beruf und Betreuung zu mildern. Denn pflegende und betreuende Angehörige engagieren sich nicht selten über ihre Belastungsgrenzen hinaus – (zu oft) bis zum Zusammenbruch. «Es ist sehr wichtig, als betreuende und pflegende Angehörige sensibel auf Anzeichen von Überlastung zu reagieren und Hilfe anzunehmen: von anderen Mitgliedern der Familie, von Nachbarn, von Bekannten – und von professionellen Anbietern», betont Susanne Schaffner. Das Schweizerische Rote Kreuz Kanton Solothurn und Pro Infirmis Aargau-Solothurn sowie der Entlastungsdienst Aargau-Solothurn haben eine breite Palette an Entlastungsange- boten, begleiten und beraten betreuende Angehörige. ZVG

Tag für pflegende Angehörige
Mittwoch, 30. Oktober, 9.30 Uhr bis 11.30 Uhr
vor dem Coop City, Olten

www.angehoerige-pflegen.ch

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