Vereine
18.01.2023

Tanz, Trachten und Tradition

Die Trachtengruppe bei einem Anlass im Jahr 2016.
Die Tanzgruppe der Trachtengruppe Dulliken trifft sich alle zwei Wochen für die Proben. (Bilder: ZVG)
Vereinspräsident Hanspeter Studer.

Die Trachtengruppe bei einem Anlass im Jahr 2016.

Die Trachtengruppe bei einem Anlass im Jahr 2016.
Die Tanzgruppe der Trachtengruppe Dulliken trifft sich alle zwei Wochen für die Proben. (Bilder: ZVG)
Vereinspräsident Hanspeter Studer.

Die Tanzgruppe der Trachtengruppe Dulliken trifft sich alle zwei Wochen für die Proben. (Bilder: ZVG)

Die Trachtengruppe bei einem Anlass im Jahr 2016.
Die Tanzgruppe der Trachtengruppe Dulliken trifft sich alle zwei Wochen für die Proben. (Bilder: ZVG)
Vereinspräsident Hanspeter Studer.

Vereinspräsident Hanspeter Studer.

Trachtengruppe Dulliken Tanzen, singen, Trachten nähen und die Schweizer Traditionen am Leben erhalten: Diese Aktivitäten stehen seit Jahrzenten auf dem Vereinsplan. Auch der jährliche Trachtensonntag ist ein fixer Bestandteil des Programms. Er findet heuer am 29. Januar statt. Dieses Mal hat der Event eine besondere Bedeutung für die Trachtengruppe Dulliken.

Von: Tamara Bindt

Hanspeter Studer macht eine einladende Geste in Richtung Wohnzimmer und erwähnt schmunzelnd: «Ich habe noch einen weiteren Gast mitgebracht.» Am Esstisch sitzt Antoinette Biedermann, sie stellt sich als ehemalige Aktuarin der Trachtengruppe Dulliken vor. Sie war beim Neustart im Jahr 1986 dabei und übernahm gleich für 26 Jahre das Aktuarsamt. «Sie kann bestimmt noch so einiges mehr erklären, als ich das könnte», erklärt der Präsident, welcher das Amt seit zehn Jahren innehat. Und es gibt auch tatsächlich so einiges zu erzählen, denn die Trachtengruppe existiert seit 1945.

Gegründet wurde der Verein von den Geschwistern Hänggi. Doch nicht jeder konnte sich damals den Vereinsbeitritt leisten, denn Voraussetzung war der Besitz einer Tracht. «Diese Trachten werden durch aufwendige Handarbeit erstellt und sind somit sehr teuer. Damals konnten sich dies hauptsächlich die Vermögenden leisten», führt Studer aus. Zu diesen Zeiten war die Haupttätigkeit des Vereins, dass diese Trachten genäht wurden und an Umzügen sowie Schweizerischen Delegiertenversammlungen teilgenommen und an Palmsonntag, Fronleichnam sowie weiteren Feiertagen die Kirche besucht wurde.

Grosser Aufschwung ab 1986

Nach vielen Jahren Vereinstätigkeit wurde es irgendwann ruhiger. Die Trachtengruppe zählte kaum noch Mitglieder, bis im Jahr 1986 fünf Landfrauen, alle aus Dulliken, neuen Aufschwung in den Verein brachten. Sie nähten diverse Solothurner Trachten und schlossen sich der Trachtengruppe Dulliken an. Zudem organisierten sie sogleich gemeinsam einen Trachten-Tanzkurs. Auf Anhieb kamen viele neue und junge Menschen zum Tanzen. Kurz darauf wurden sie angefragt, ob sie am Pfarreiabend im Katholischen Pfarrzentrum in Dulliken einen Auftritt machen würden, was sie voller Stolz annahmen. Im Anschluss erhielt der Verein so viele Neumitglieder, dass die Verantwortlichen eine ausserordentliche Versammlung einberiefen und einen Vorstand gründeten.

Zu dieser Zeit waren sie so viele Mitglieder, dass nicht alle Mitglieder auf einmal auf der Bühne auftreten konnten, sondern gestaffelt tanzen mussten. Ein Jahr später, 1987, wurden ebenfalls Singproben auf dem Vereinsprogramm ergänzt, gleich mit 25 Sängerinnen und Sänger. Tanzen und Singen ist auch das, was die Mitglieder bis heute hauptsächlich machen, sei es an Anlässen, in der Kirche, oder an Geburtstagen und natürlich auch stets an geselligen internen Festlichkeiten.

An diesen Anlässen werden stets Trachten getragen. Speziell ist, dass die Dulliker Trachten nicht von jedem genäht werden dürfen. Zu Gründungszeiten hatten die Geschwister Hänggi die Bewilligung, jene zu nähen. Später hatte Heidi Bärtschi eine Bewilligung, da sie selbst eine solche Tracht genäht hat. Nachdem sie verstorben war, erhielt die kantonale Trachtenschneiderin Cäcilia Duss die Bewilligung des Kantons, da sie dies von Heidi Bärtschi gelernt hat. «Es gibt viele Vorschriften mit detaillierten Trachtenbeschreibungen. Trotzdem ist jede Tracht ein Einzelstück, das sich zum Beispiel in Farben, Stickerei und Schmuck unterscheidet. Darum braucht es auch eine Bewilligung», erzählt Antoinette Biedermann, welche vor ihrer Pension den Kostümverleih in Dulliken führte.

Die Singgruppe wird aufgelöst

Die Trachten dürfen demnächst wieder angezogen werden. Am 29. Januar findet der jährlich organisierte Trachtensonntag statt. Normalerweise ist dies ein Fest, bei welchem zwischen 200 und 250 Menschen erwartet werden, welche nicht nur die Auftritte bestaunen, sondern selbst mittanzen dürfen. Doch dieses Mal hat das Fest eine besondere Bedeutung inne, denn die Singgruppe des Vereins wird aufgelöst. Aufgrund der Corona-Pandemie haben acht Mitglieder aufgehört, wodurch der Chor nur noch aus zehn Personen besteht. Dies reicht nicht mehr aus, und somit musste sich der Verein dafür entscheiden, mit den Gesangsproben aufzuhören. «Wir möchten diesen Frauen einen würdigen Abschluss bieten. Am Trachtensonntag singen sie mit der Chorgemeinschaft Däniken/Dulliken drei Lieder, und im zweiten Teil singen sie eines allein», erklärt Biedermann.

Die zehn Frauen bleiben dem Verein erhalten. Aktuell haben sie 37 Mitglieder, wovon zehn singen und zwölf tanzen. Die Vereinsmitglieder sind zwar älter, aber noch fit, wie Hanspeter Studer beweist. Der 70-Jährige holt eine fein säuberlich geführte Liste hervor und liest vor: «Das älteste Mitglied, welches noch tanzt, hat Jahrgang 1945. Und das Älteste, welches noch singt, ist 90 Jahre alt.» Alter scheint also kein Hindernis zu sein in diesem Verein.

Trotzdem ist der grösste Wunsch des Vereins, dass sie Nachwuchs erhalten. Damit der Region die Trachtengruppe Dulliken erhalten bleibt, braucht es wieder junge Menschen, welche die Tradition am Leben erhalten. Im Jahr 2020 feierte der Verein sein 75-Jahr-Jubiläum. Leider kam aufgrund der Corona-Massnahmen nie ein Fest zustande. Nun hoffen sie, dafür ihr 80-Jahr-Jubiläum tanzend mit Alt und Jung feiern zu dürfen.

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