Vereine
25.01.2023

Die Geister wollen ins Rampenlicht

Ein Teil der Swiss Ghosts anlässlich eines E-Sport-Events in der Stadthalle Sursee im vergangenen Jahr. (Bild: ZVG)
Luca Buchmüller.
Höchste Konzentration gefragt: Teilnahme bei einem LAN. (Bild: ZVG)
Hatte 2022 mehrere grosse Auftritte: der Männerchor Hägendorf. (Bild: ZVG)

Ein Teil der Swiss Ghosts anlässlich eines E-Sport-Events in der Stadthalle Sursee im vergangenen Jahr. (Bild: ZVG)

Ein Teil der Swiss Ghosts anlässlich eines E-Sport-Events in der Stadthalle Sursee im vergangenen Jahr. (Bild: ZVG)
Luca Buchmüller.
Höchste Konzentration gefragt: Teilnahme bei einem LAN. (Bild: ZVG)
Hatte 2022 mehrere grosse Auftritte: der Männerchor Hägendorf. (Bild: ZVG)

Luca Buchmüller.

Ein Teil der Swiss Ghosts anlässlich eines E-Sport-Events in der Stadthalle Sursee im vergangenen Jahr. (Bild: ZVG)
Luca Buchmüller.
Höchste Konzentration gefragt: Teilnahme bei einem LAN. (Bild: ZVG)
Hatte 2022 mehrere grosse Auftritte: der Männerchor Hägendorf. (Bild: ZVG)

Höchste Konzentration gefragt: Teilnahme bei einem LAN. (Bild: ZVG)

Ein Teil der Swiss Ghosts anlässlich eines E-Sport-Events in der Stadthalle Sursee im vergangenen Jahr. (Bild: ZVG)
Luca Buchmüller.
Höchste Konzentration gefragt: Teilnahme bei einem LAN. (Bild: ZVG)
Hatte 2022 mehrere grosse Auftritte: der Männerchor Hägendorf. (Bild: ZVG)

Hatte 2022 mehrere grosse Auftritte: der Männerchor Hägendorf. (Bild: ZVG)

Swiss Ghosts Leidenschaftlich und ambitioniert mit Gleichgesinnten in den angesagtesten Computerspielen wetteifern – das ist der hauptsächliche Zweck des E-Sport-Vereins Swiss Ghosts. Luca Buchmüller, Vorstandsmitglied aus Olten, gibt Einblick in die Welt der Gamer.

Von: Achim Günter

Es ist ein Eintauchen in eine fremde Welt. Und ein Eintauchen in eine Welt der Anglizismen. Der Gesprächspartner flicht ganz selbstverständlich Worte wie «hosten», «gepeakt», «mindset», «competitive» oder natürlich «gamen» ein. Ohne englische Begriffe kommt man im E-Sport nicht weit.

In manchen Ländern ist das hochklassige Spielen von Computergames sehr populär und durchaus in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Diesbezüglich vorneweg ist aktuell wohl Südkorea. Dort, aber auch anderswo, werden die Duelle von Zehntausenden Zuschauerinnen und Zuschauern mitverfolgt, live per Stream, durchaus aber auch mal in einem Stadion. Die Schweiz hinkt im internationalen Vergleich hinterher. Auch hierzulande aber gibt es längst Vereine, die sich mehr oder weniger professionell und ambitioniert dem Zeitvertreib am Computer verschrieben haben. Zu denen zählt zum Beispiel der Verein Swiss Ghosts mit Sitz in Olten.

Dass der Klub auf der Vereinsliste der Stadt Olten zu finden ist, liegt vor allem an Luca Buchmüller. Der gebürtige Zofinger, der seit rund vier Jahren in der Dreitannenstadt wohnt, ist eines der aktivsten Mitglieder im Verein. Der bald 30-Jährige gehört dem Vorstand als Social-Media-Verantwortlicher an, hilft aber auch bei der Organisation von Events mit und betreut ein internationales Team innerhalb des Vereins. Bis 2016 hatte er sich regelmässig mittels Facebook-Gruppe zum Spielen verabredet. Der studierte Maschinentechniker und Lehrlingsausbildner spielte vor allem «League of Legends». Mit Gleichgesinnten rief er dann vor knapp sieben Jahren den Clan Swiss Ghosts ins Leben. Aus der losen Gruppe wurde schliesslich 2021 ein eingetragener Verein formiert, mit Statuten und allem, was dazugehört.

Die Swiss Ghosts hatten vermehrt Ambitionen entwickelt und wollten fortan am Ligabetrieb teilnehmen. Heute sind Mitglieder von ihnen bei den Games «League of Legends», «Valorant», «Teamfight Tactics», «Guilty Gear Strive», «Rocket League» und «Fortnite» aktiv. Auch nimmt der Verein regelmässig an einer sogenannten LAN teil, also an einem grossen Wettkampf von Gamern in einer Halle. Die SwitzerLAN in Bern, die PolyLAN in Lausanne oder der EEvent in Arbon werden besucht. «Das Schöne an diesen Events ist, dass man die anderen Vereinsmitglieder trifft», findet Buchmüller. Ansonsten begegnen sich die Gamer hauptsächlich virtuell vor dem Computer in den eigenen vier Wänden.

Derzeit sind es genau 50 Mitglieder

Der Verein Swiss Ghosts hat derzeit genau 50 Mitglieder. Diese sind zwischen 16 und 36 Jahre alt. 2022 war der Verein mit einem Stand an einer Szene-Messe in Zürich präsent. Das brachte beinahe 20 neue Mitglieder ein. Das Vereinsleben soll jedoch familiär bleiben. Buchmüller sagt: «Wir haben momentan eine Grösse, in der wir erst mal einen Marschhalt machen. Wir suchen im Moment nicht aktiv nach neuen Mitgliedern.»

Unter den rund 20 Schweizer Vereinen mit einem ambitionierten Konzept bewegen sich die Ghosts leistungsmässig im hintersten Drittel. «Wir haben momentan noch kein Team, das ganz oben mitspielen kann. Daran arbeiten wir.» Buchmüller selbst stellte ein Fünfer-Team für die Teilnahme in einer «League of Legends»-Liga zusammen und wird es managen. Wie in anderen Sportarten setzen die besten Teams auf Söldner. Ziel der Swiss Ghosts wäre eigentlich gewesen, nur auf Schweizer zu zählen. «Das habe ich nun nicht geschafft. Es ist ein Deutscher dabei», erklärt Buchmüller. Wegen der bald nachlassenden Reaktionsfähigkeit erreicht man als E-Sportler seinen Leistungshöhepunkt schon früh, mit ungefähr 20.

Auf tieferem Niveau wird noch ein zweites Team spielen. Beide nehmen in der gerade eben startenden Prime League teil, die Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz umfasst. Die Prime League findet nur online statt. Aktuell läuft der sogenannte Spring Split. Später folgen der Summer Split und der Winter Split.

Bowling, Paintball, Grillieren

Luca Buchmüller ist sich bewusst, dass E-Sports im Vergleich mit herkömmlichen Sportarten einen schweren Stand hat. «Das Hobby hat einen schlechten Ruf. Viele Leute halten das Gamen für Zeitverschwendung, sehen es nicht als Sport an – und sind gar nicht offen, zu überlegen, was es eigentlich braucht, um in einem der grossen Spiele wirklich gut zu sein. Gerade die Schweiz hinkt diesbezüglich hinterher, politisch und gesellschaftlich.»

Vielleicht pflegt der Verein auch deshalb Aktivitäten, die über das Gamen hinausgehen. «Uns ist seit jeher wichtig, dass wir uns auch hin und wieder persönlich treffen. So gehen wir auch mal zusammen Bowling spielen, mieten irgendwo eine Hütte und grillieren dort, spielen häufig Paintball.» Da die Mitglieder aus der ganzen Deutschschweiz stammten, könnten daran zwar immer nur einige teilnehmen. «Aber wir versuchen, auch offline zusammenzukommen. Wir bieten das an.» Die Ghosts, die Geister, legen also durchaus Wert darauf, sichtbar zu sein.

Einer dieser Offline-Events ist der «Clanwar». Da treffen sich die Swiss Ghosts mit einem oder vielleicht zwei befreundeten Vereinen zu einem Spielnachmittag bei einer Waldhütte – ganz ohne Computer. Würde man sie bei den dortigen Spielen beobachten, führt der verheiratete Buchmüller aus, könnte man sie ebenso gut für Pfadfinder halten.

swissghosts.ch

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