Vereine
23.01.2019

«Olten hat ein Hallen-Problem»

Daniel Pfister, Co-Präsident des HC Olten, vor der Fotowand im Klubhaus im Kleinholz: «Wir sind eine Hockey-Familie.» (Bild: Franz Beidler)

Daniel Pfister, Co-Präsident des HC Olten, vor der Fotowand im Klubhaus im Kleinholz: «Wir sind eine Hockey-Familie.» (Bild: Franz Beidler)

HC Olten Am Sonntag, 27. Januar finden in der Oltner Stadthalle ab 12 Uhr die letzten Spiele der NLAHockeysaison vor den Play Offs statt. Das Herrenteam des HC Olten will sich unter den besten vier platzieren.

Franz Beidler

Hinter dem Eisstadion Kleinholz liegt das grüne Feld des Hockey Club Olten und gleich daneben dessen schmuckes Klubhaus. Es wurde 2001 fertiggestellt. «Alle haben damals mit angepackt», erinnert sich Daniel Pfister stolz. Der 48-Jährige ist seit 2001 im Vorstand des Vereins und hält seit rund einem Jahr das Co-Präsidium mit Reto Luginbühl inne. «Diese Aufteilung hat sich angeboten, so können wir die Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen», sagt Pfister. Der zweifache Vater wohnt in Däniken und ist dem HC Olten von Kindesbeinen an verbunden. «Schon mein Vater war Präsident des HC Olten», erzählt er, «ich wurde also reingeboren.» Pfister durchlief sämtliche Juniorenteams und stiess im Alter von sechzehn Jahren zur ersten Mannschaft, die sich damals gerade in einer Blütezeit befand. In den goldenen 1980er-Jahren wurde der HC Olten achtmal Schweizer Meister. Pfisters Hockeykarriere verlief nicht weniger erfolgreich. Neben mehreren Meistertiteln, die er mit dem HC Olten feiern durfte, bestritt er auch rund hundert Länderspiele für die Schweizer Nationalmannschaft. «Mein persönlicher Höhepunkt war die B-Weltmeisterschaft 1997 in Malaysia», erinnert er sich. Für einen anderen Verein als den HCO spielte er nie. «Vereinswechsel waren im Hockey zumindest früher verpönt und sind noch heute unüblich, jedenfalls in Hockey-Hochburgen wie Olten.» Gerade deshalb sei die Identifikation mit dem Verein besonders wichtig. «Wir kümmern uns um ein gesundes und familiäres Klima», sagt der Co-Präsident. Das sei die Grundlage, um als Verein zu bestehen.

Rund dreihundert Mitglieder

Der HC Olten zählt rund 300 Mitglieder. Neben den etwa fünfzig Aktiven spielen rund 100 Juniorinnen und Junioren für den Verein. Insgesamt unterhält der HCO zwölf Mannschaften, wobei sowohl das erste Damen- wie auch das erste Herrenteam in der höchsten Schweizer Liga NLA antritt. Auch stellt er in den Kategorien U12 und U15 reine Mädchenteams. Auf das U15-Mädchenteam ist der Verein besonders stolz: Mitte Januar krönte sich das Team mit dem Sieg der Schweizer Meisterschaft. «Das zeigt, dass wir gute Nachwuchsarbeit leisten», hält Pfister fest und weist daraufhin, dass der HC Olten mit fünf Herren und vier Damen auch in den Schweizer Nationalteams vertreten sei.

Auch neben dem Platz aktiv

«Der HC Olten versteht sich als Hockey-Familie», betont Pfister. Deshalb ist der Verein auch neben dem regulären Spiel- und Trainingsbetrieb aktiv. So veranstaltet er jeweils im April eine Hockey-Woche für Kinder, die auch Nicht-Vereinsmitgliedern offen steht. Und jeweils Anfang Juli organisiert er ein Plauschturnier, an das ebenfalls alle eingeladen sind. «Wir bemühen uns auch darum, nationale Anlässe nach Olten zu holen», sagt Pfister. Mit Erfolg: Im Februar 2018 fand das Hallenmasters in der Stadthalle statt und am Wochenende des 4. und 5. Mai wird der Cupfinal sowohl der Damen, als auch der Herren in Olten ausgetragen. Die grösste Strahlkraft neben dem Hockeyplatz entfaltet der Verein vermutlich jedoch mit dem HC Zelt an der Oltner Fasnacht, das der diesjährige Obernaar kurzerhand in die Alpe-Hippodrom-Stobe umgetauft hat. «Wir freuen uns immer, wenn sich der Obernaar einbringt», schmunzelt Pfister ob dem neuen Namen und betont das gute Verhältnis zu den Organisatoren der Fasnacht. Über 150 Personen seien jeweils am Betrieb des Zelts beteiligt.

Gute Infrastruktur für Feldspiele

Für die Feldspiele verfüge der HC Olten über eine sehr gute Infrastruktur, sagt Pfister. «Aber Olten hat ein Hallen-Problem», gibt er zu bedenken. Die Stadthalle und die Giroud-Olma-Halle seien überlastet. «Um richtig trainieren zu können, brauchen wir die ganze Stadthalle.» Momentan sei das nur mittwochs möglich. Für einen Verein, der an der nationalen Spitze mitmische, sei das zu wenig. «Deshalb unterstützen wir die Idee eines Ballsportcenters im Kleinholz», so der Co-Präsident. Bis dahin spielt der HC Olten in der Stadthalle Hockey, das nächste Mal am Sonntag, 27. Januar. Dann nämlich findet für die Herren die letzte Runde der NLA vor den Play Offs statt. Das Team des HC Olten liegt momentan auf dem vierten Rang und hat sich bereits definitiv für die Play Offs qualifiziert. «Gegen GC Zürich ist ein Sieg Pflicht», stellt Pfister klar. Der Luzerner SC und Titelverteidiger Wettingen seien schwierige, wenn auch schlagbare Gegner. «Die ausgeglichene Saison zeigt, wie nahe beieinander die nationalen Spitzenteams liegen», analysiert der Co-Präsident und schliesst: «In den Play Offs ist alles möglich, ich traue unserem Team einen Exploit zu.»

Hockey Hallenmeisterschaft Herren NLA
5. Runde, Sonntag 27. Januar, ab 12 Uhr
Stadthalle Kleinholz, Olten

www.hc-olten.ch

 

 

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