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04.01.2023

Neuer Plakettensieger am Fasnachtshimmel

Willi Rüegsegger war an der Plakettenprämierung vom Montag ein gefragter Mann. (Bild: Caspar Reimer)
Die Siegerplakette. (Bild: ZVG)

Willi Rüegsegger war an der Plakettenprämierung vom Montag ein gefragter Mann. (Bild: Caspar Reimer)

Willi Rüegsegger war an der Plakettenprämierung vom Montag ein gefragter Mann. (Bild: Caspar Reimer)
Die Siegerplakette. (Bild: ZVG)

Die Siegerplakette. (Bild: ZVG)

Plakettenprämierung Am Montag trafen sich die Fasnächtler im Stadthaus, um die Plakettenkünstler zu ehren, aber auch die Wiederaufnahme der Oltner Fasnacht nach zwei Jahren Pause zu feiern.

Von: Caspar Reimer

Es war ein feierlicher Moment, als FUKO-Präsident Beat Loosli die versammelten Fasnächtlerinnen und Fasnächtler am Montagnachmittag im Foyer des Oltner Stadthauses begrüsste: «Es ist viel Zeit vergangen, seit wir 2019 zum letzten Mal gemeinsam auf das neue Jahr anstossen und die Plakettenkünstler ehren konnten.» Die Freude darüber, nun endlich wieder Fasnacht treiben zu können, sei in diesem Jahr umso grösser: «Mögen sich all unsere Wünsche erfüllen; ein Jahr, in dem wir uns wieder begegnen und zusammen feiern können.» Auf die grossen Worte des Präsidenten folgte ein handfester Applaus und die gute, gelöste Stimmung verzauberte das Foyer des Stadthauses in eine Oase der Freude und fasnächtlicher Kameradschaft. «Es ist wirklich schön, dass endlich wieder Normalität einkehrt. Vergessen wir die vergangenen zwei Jahre», sagte ein mit Bierflasche ausgerüsteter Fasnächtler lachend.

FUKO-Rat Christian Wüthrich lobte seinerseits die Plakettenkünstler: 16 Entwürfe von zwölf Künstlern seien eingereicht worden. In anderen Jahren waren es zwischen 32 und 36. Gänzlich gefehlt hätten in diesem Jahr Kinder, Jugendliche und Familien. «Mit dabei waren aber sämtliche Oltner Lokalmatadoren. Jene, welche die ersten Ränge schon immer besetzt haben, waren auch dieses Mal mit dabei.» Eine kleine Überraschung gab es aber zu verzeichnen: Christof Schelbert, der seit 2003 schon zwölfmal den ersten Platz erreicht hat, musste sich diesmal mit dem zweiten begnügen. Den dritten Platz belegte Silvia Heuberger. Der Entwurf von Willi Rüegsegger ging in diesem Jahr als Sieger hervor. Wüthrich dazu: «Willi hat in den letzten Jahren immer sehr viel investiert, seine Entwürfe waren oft genial, aber leider technisch nicht umsetzbar. Umso mehr freut es mich, dass wir ihn nun mit dem ersten Platz ehren können.»

Seit 47 Jahren Fasnächtler

Willi Rüegsegger hat sich schon oft am Plakettenwettbewerb beteiligt: «Fünfmal habe ich den zweiten, siebenmal den dritten Platz erreicht. Natürlich ist es schön, dass es jetzt geklappt hat», sagte der 74-Jährige Urfasnächtler. Er ist Mitglied der Glugger-Clique , macht seit 47 Jahren beim bunten Treiben aktiv mit, ist ehemaliger Obernarr, malt Laternen und gestaltet Schnitzelbänke mit. Für seine Plakette hat sich Rüegsegger am Fasnachtsmotto «Mit Schirm, Charme und Zylinder» orientiert: «Dabei habe ich mich an die Vorgaben gehalten. Zylinder und Schirm sind prominent zu sehen.»

Der bescheiden wirkende Herr ist ein kreativer Kopf, bekannt als Gitarrist und Sänger der von ihm 1975 mitbegründeten Band Rutishuser & Co, die sich mit ihrem unverkennbaren Groove im Bereich Rock’n’Roll, Boogie-Woogie und Blues einen Namen gemacht hat. Weniger bekannt ist Rüegsegger als Maler: Im vergangenen Sommer stellte er erstmals Ölbilder von Musikern, Gitarristen, Saxophonisten oder Sängern in Interlaken in einem renommierten Hotel aus. «Ein guter Freund von mir, Marcel Bourquin, hat mich dazu ermutigt und mir bei der Umsetzung der Vernissage geholfen. Ohne ihn würden meine Bilder wohl immer noch in meinem Estrich herum liegen», sagte Rüegsegger im Sommer in einem Interview.

Aufruf zum Mitmachen

Christian Wüthrich appellierte an die versammelte Fasnachtsgemeinschaft, Mut zu haben und sich künftig am Plakettenwettbewerb zu beteiligen: «Aller Anfang ist schwer, aber wer sich engagiert und eigene Vorschläge einreicht, wird vielleicht auch einmal das Glück haben, als Sieger an der Plakettenprämierung geehrt zu werden.»

Das 1928 gegründete Fasnachtskomitee FUKO ist die Dachorganisation der Fasnachtszünfte, Cliquen und Guggen. Es fördert die Fasnacht und trägt zur Erhaltung kultureller und fasnächtlicher Bräuche bei. Ferner hat es Koordinationsaufgaben und organisiert in Zusammenarbeit mit Aktivfasnächtlern die Oltner Fasnacht. Fasnächtlich weiter geht es am 14. Januar mit dem «Hilari» an der Kirchgasse: Neben Unterhaltung durch Guggen und der Bar der Guggi-Zunft sorgen unter anderen die Papapalagi, Schlosshüüler Lostorf und Guggemusig Müüs für das leibliche Wohl. Nach etlichen weiteren Anlässen, die auf das bunte Treiben einstimmen, startet die eigentliche Fasnacht am 16. Februar mit dem Schmutzige Donnschtig.

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